Hamlet – Inhaltsangabe | Zusammenfassung – William Shakespeare

Kurze Inhaltsangabe zu Hamlet

Hamlet ist eines der bekanntesten Theaterstücke des englischen Schriftstellers William Shakespeare. Die Tragödie ereignet sich im einstigen Königreich von Dänemark und die ursprüngliche Bezeichnung des Stückes ist „The Tragicall Historie of Hamlet“. Es handelt sich hierbei um ein typisches Stück aus der Feder des berühmten britischen Autos, das 1603 erschienen ist und der Renaissance zuzuordnen ist. Der Bruder des Königs –  Claudius – ermordet den eigentlichen Herrscher, um die Macht und die Krone an sich zu reißen. Direkt nach seinem heimtückischen Mord heiratet er die Witwe Gertrude. Der Sohn des ermordeten Herrschers –  Prinz Hamlet – möchte nun seinen Vater rächen und alle Beteiligten an diesem Ort in Tod und Unglück stürzen. In der Basis geht dieses Drama auf nordische Erzählungen zurück. Für die Bühnenversion nahm er eine Kürzung des eigentlichen Stückes vor. Schon vor der eigentlichen Veröffentlichung von Hamlet galt dieser Stoff als erfolgreich, da die Story bereits über mehrere Überlieferungen bekannt und beliebt ist. So haben es berühmte Monologe und Stichworte sowie Zitate – Sein oder Nichtsein – der Rest ist Schweigen – bis in die Neuzeit geschafft und haben in unserem Sprachgebrauch einen festen Platz.

Ausführliche Zusammenfassung von Hamlet

Akt 1

Wir haben es hier mit einem klassischen Aufbau in fünf Akten zu tun. Lassen Sie uns in dem ersten Akt der ersten Szene einsteigen. Hier erscheint der eigentliche Herrscher, der gerade ermordet wurde, seinem Sohn Hamlet. Die eigentlichen Waren des Schlosses von Helsingör trauen ihren Augen kaum, als sie den Geist vor sich sehen. In der zweiten Szene des ersten Aktes erfährt der Leser, wie König Claudius seine Heirat mit der Witwe Gertrud geplant.

Hamlet erfährt vom Mord seines Vaters

Er schickt Hamlet zurück, um sein Studium wieder aufnehmen. Doch dieser findet sich wieder in einem Monolog voller Verzweiflung und Trauer und hat für das Verhalten von Gertrude seiner Mutter eigentlich nur noch Verachtung übrig. Hamlet ist unsterblich in die Tochter des königlichen Ratgebers – Polonius – verliebt. Doch Leartes warnt noch in der dritten Szene vor seiner Abfahrt seine Schwester Ophelia vor dieser trügerischen Liebe. In der vierten Szene erzählt Horatio, ein Freund von Hamlet, über die nächtliche Begegnung mit dem Geiste seines Vaters. Der möchte dies nun mit eigenen Augen sehen und so machen sich beide auf den Weg zur mitternächtlichen Wache. Mitten in der Nacht erscheint der Vater seinem Sohn und erzählt vom trügerischen Mord. Die Rachepläne stehen nun fest, seine Freunde versprechen ihm, über alle Ereignisse Schweigen zu bewahren. Hamlet nimmt daraufhin Gestalt eines andersartigen Wesens an, um seine eigentlichen Pläne zu verbergen.

Akt 2

Der zweite Akt setzt mit der ersten Szene und dem Auftrag von Polonius an seinem Diener Reynaldo ein. Dieser soll seinen Sohn Laertes in Frankreich ausspionieren. Als Ophelia Polonius von dem wundersamen Verhalten Hamlets erzählt, entscheidet sich als der königliche Ratgeber diese Veränderungen und dem Wahnsinn Hamlet weiter zu erzählen. In der Szene 2 äußerst Claudius seine Beunruhigung über den Zustand von Hamlet und beauftragt Hamlets Freunde Guidenstern und Rosencrantz die Wahrheit herauszufinden.

Die beiden machen sich auf den Weg zu Hamlet, gestehen ihm aber im Auftrag des Königs unterwegs zu sein, um ihn ausspionieren. Polonius hingegen arrangiert ein Treffen zwischen seiner Tochter und Hamlet, um mehr herauszufinden. Mit der Ankunft der Schauspieler auf Ansinnen von Polonius planen diese gemeinsam mit Hamlet die Aufführung des Stückes: die Ermordung des Gonzago – über dieses Bühnenstück möchte Hamlet Claudius Taten vor Augen führen.

Akt 3

Guidenstern und Rosencrantz kehren mit leeren Händen und ohne Informationen zu König Claudius zurück. Polonius übergibt dem König die Einladung von Hamlet zum Bühnenstück. Das arrangierte Treffen zwischen Ophelia und Hamlet wird wiederum von Polonius belauscht. Er setzt seine Tochter mit ihrem Wissen als Lockvogel ein. Hamlet jedoch leitet einen Monolog mit dem berühmten Zitat „To be or not to be“ein: Er beschimpft Ophelia. Claudius meint, den gesamten Sachverhalt zu durchschauen, und schickt Hamlet nach England. Dort soll er einen überfälligen Tribut einfordern und kommt hoffentlich auf andere Gedanken. In der zweiten Szene kommt es zur eigentlichen Vorstellung des Bühnenstückes. König Claudius ist anwesend und muss mit ansehen, wie auf der Bühne ein Mörder seinem Opfer Gift in das Ohr tröpfelt. Daraufhin bricht der König die Feierlichkeiten ab. Horatio wie auch Hamlet fühlen sich bestätigt in ihrem Verdacht. Unterdessen überbringen Guidenstern und Rosencrantz die Einladung von Gertrude, die sofort ihren Sohn sehen möchte. In der dritten Szene macht sich Hamlet auf den Weg zu seiner Mutter Gertrude. Unterdessen trifft er auf Claudius, der mittlerweile Vergebung für seine Sünden einfordert. Entgegen der Erwartung des Lesers und des Zuschauers kann Hamlet widerstehen, Claudius zu töten.

Polonius hingegen versteckt sich hinter einem Vorhang und wünscht sich, die geheimen Informationen zu hören. In der vierten Szene kommt es zum eigentlichen Treffen zwischen Gertrude und Hamlet. Die beiden reden sich immer mehr in Rage und Hamlet macht ihr schwere Vorwürfe. Gertrude fehlinterpretiert das Verhalten ihres Sohnes und fühlt sich bedroht, sie ruft um Hilfe. Hamlet hingegen hält den Mann hinter dem Vorhang für Claudius und zückt daraufhin einen Dolch, um ihn zu erstechen. Nun erscheint der Geist des Vaters wieder und möchte Hamlet beruhigen und auf seine eigentlichen Rachepläne zurückführen. Gertrude lässt sich von der Wahrheit und der Vernunft überzeugen und beide versöhnen sich. Sie möchte über die gesamte Situation Stillschweigen bewahren.

Akt 4

Der vierte Akt beginnt mit der Claudius Erkenntnis, dass der Mord an Polonius eigentlich für ihn gedacht war. Die gefährliche Situation spitzt sich zu, so schickt er Guidenstern und Rosencrantz los, um Hamlet zu holen. Dieser ist gerade damit beschäftigt, die Leiche von Polonius zu verstecken. Er lässt sich widerstandslos festnehmen. Claudius übergibt Guidenstern und Rosencrantz und Hamlet einen Brief und schickt alle drei nach England. In dem Brief bittet er den König von England, Hamlet unwiderruflich bei seiner Ankunft hinrichten zu lassen.

Nun überschlagen sich die Ereignisse und spitzen sich immer weiter zu. Ophelia verfällt mit der Abreise Hamlets ebenfalls in den Wahnsinn. Leartes kehrt nach Dänemark zurück und möchte nun Rache üben an König Claudius für den Tod seines Vaters. Hamlet ist unterdes auf dem Weg nach England norwegischen Truppen und dem Prinzen Fortinbras begegnet. Dieser erzählt Hamlet von den eigentlichen diplomatischen Erwägungen und dem Entschluss, gemeinsam in den Krieg zu ziehen. Hamlet fühlt sich wieder bestätigt in seinen eigentlichen Racheplänen und setzt allein die Heimreise nach Dänemark an. Vorab bittet er Horatio, ihm entgegenzukommen. Claudius gelingt es, Laertes zu überreden, sich mit Hamlet bei seiner Ankunft zu duellieren und eine vergiftete Waffe zu benutzen. Er erzählt Laertes, dass seine Schwester Ophelia in einem See ertrunken sei.

Akt 5

Der fünfte Akt ist der Höhepunkt des eigentlichen Stückes, denn es kommt zur unausweichlichen Katastrophe. Dieser Akt setzt mit den Vorbereitungen für die Bestattung Ophelias ein. Hamlet und Horatio beobachten diese und müssen erkennen, um wen es eigentlich geht. Daraufhin gibt sich Hamlet zu erkennen und verfällt in einen Streit mit Laertes. Claudius schlägt beiden vor, sich vor der gesamten Gemeinde ein Duell zu liefern. Hamlet erzählt Horatio direkt vor dem Duell von dem Schicksal seiner Freunde Guidenstern und Rosencrantz – diese wurden auf eine Intrige Claudius an Ort und Stelle hingerichtet.

Es kommt zum Duell. Claudius hat für den Fall, dass Hamlet gewinnt, vergifteten Wein vorbereitet. Doch hat er nicht damit gerechnet, dass Gertrude von diesem vergifteten Trunk einen Schluck nimmt. Das Schicksal nimmt seinen Lauf. Laertes trifft Hamlet mit der vergifteten Waffe und im Handgemenge trifft auch Hamlet Laertes. Dieser beichtet Hamlet die eigentlichen Pläne des Königs. Hamlet zwingt König Claudius, den gesamten vergifteten Wein zu lehren. Kurz vor dem Tod versöhnen sich Hamlet und Laertes miteinander. Kurz vor dem Ableben ernennt Hamlet Horatio zum Verwalter seines familiären Andenkens und bestimmt Fortinbras als seinen Nachfolger. Er wird unter militärischen Ehren begraben.

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