Wirtschaftskrise 1929 USA: Folgen, Ursachen, Gründe

Gründe/Ursachen für Wirtschaftskrise 1929

1. Illusionäre Wersteigerung der Aktien

Grund dafür: Unbegründete losen Hoffnung auf grenzenlosen Wirtschaftswachstum und Wohlstand

2. Preis einer Aktie hatte weniger mit dem tatsächlichen Wert zu tun

Warnungen wurden nicht ernst genommen (Roy Young warnte im Februar 1929 öffentlich)

Notenbankzinsen auf 6% erhöht => Keine Wahrnehmung!! Erhoffte Dividenden [Gewinnanteil der Aktionäre] blieben 1929 zum 2. mal bereits aus

3. Überprouktion in der Landwirtschaft sowie in der Industrie

Durch die stark verbesserte Technik in der Industrie sowie auch in der Landwirtschaft wurde schneller, mehr Essen etc produziert

=> Der Markt war gesättigt und es kam zu einer Überprouktion. Bauern konnten ihre Kredite nicht abzahlen und Unternehmen mussten Arbeiter entlassen.

 

Folge der Wirtschaftskrise 1929

1. Entlassungen bei nicht ausgelasteten Großunternehmen ab Juni 1929

2. Abnahme der Aktienpreise ab 14. Oktober

3. Schwarzer Donnerstag

Panikausbruch am 24. Oktober an der New Yorker Börse

=> Stabiliesrung des Marktes durch Sützungskäufe von Bankiersgruppen blieben ohne Erfolg

4. Schwarzer Dienstag

Endgültiger Absturz der Börse mit 16,5 Mio zum Verkauf angebotenen Aktien und Kursverlust von 20-50%

5. In den folgenden Wochen verloren gehandelte Aktien einen Wert von 30 Mrd. Dollar (bis Juli 1932 75Mrd.)

6. Baisse [Abschwung, Tiefpunkt] am 8. Juli 1932 als der Dow-Jones-Index [bedeutendster Aktienindex der Welt] nur noch 41,22 Punkte notierte

7. Über 6000 sind an der Börsenkredit wiedergabe gescheitert

8. Über 85000 Firmen gingen Konkurs

9. Arbeitslosenquote auf 24,9% gestiegen

Kein Recht auf staatliche Fürsorge, Arbeitslose waren auf Amenhilfe angewiesen

=> Wirtschaftskreislauf völlig zusammengebrochen

 

  1. Von amerikanischer Konjunkturkrise zur Weltwirtschaftskrise

1. USA musste kurzfristig ihre Kredite aus den europäischen Ländern zurückziehen. Außerdem verlangten sie, dass die europäischen Ländern ihre Schulden an Amerika zurück zahlen, damit die USA neues Kapital hatte

2. Rückgang der Kaufkraft nicht nur in Amerika

3. Eingestellte Kredite, die den internationalen Handel ermöglicht hatten

4. Abschreckung vom Kauf amerikanischer Produkte durch überteuerung des Dollars

5. Einfuhrzölle für Speziell amerikanischer Güter

 

  1. Hoofer-Politik (1929-1933) (Republikaner)

1. Vertraute auf die Selbstheilungskräfte des Marktes

Wirtschatskrisen sind unvermeidliche Konsequenzen ökonomischer und moralischer Fehlverhalten, die nur durch „Gesundschrumpfen“ zu überwinden sind

2. Juristen: Verfassung lässt keine direkten Hilfen ind das Wirtschaftsgeschehen zu

3. Klassische Mittel einer Stabiliesrungspolitik (Zollerhöhung etc.) waren wirkungslos und beschleunigten die Krise

Smooth-Hawley Tariff von 1930 setzte die Zölle über 30% hinauf und führte zur Strangulierung des Welthandels

Kampf um einen ausgeglichenen Haushalt trieb die Deflationsspirale an

4. Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen Hoovers:

Hoover Damm

Einrichtung einer Federal Farm Board mit dem Ziel die landwirtschaftliche Überprouktion zu drosseln

Reconstruction Finance Corporation

Er setzte sich für eine Beschränkung von „destruktiver“ Konkurrenz ein

Direkte Regierungskredite an Eisenbahngesellschaften und anderen Unternehmen

=> Diese Maßnahmen gingen entweder nicht weit genug ein oder kamen zu Spät!!

* Hoover war allgemein ein nicht begehrter Präsident, da er kein Mitgefühl mit den Leiden besaß. „Prosperity is just around the corner“- Dieser Spruch machte ihn weitaus unbeliebter als er ohnehin schon war

 

New-Deal-Politik

(Roosevelt 1933-1945) (Demokrat)

  1.  

1. Maßnahmen:

  • Staatliche Überwachung der Börse

  • Mindestpreise für Agrarprodukte

  • Wirtschaftsbelebung /Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen

    • 1 Mio. Kilometer Straßen

    • 77000 Brücken

    • 122000 Öffentliche Gebäude

  • Sozialversicherung

  • Für Industriearbeiter wurden Mindestlöhne eingeführt

  • Fürsorgezahlungen des Bundes an die Einzelstaaten

  • Schaffung gesetzlicher Grundlagen für eine Inflationspolitik für die Bekämpfung der Deflation

      1. Roosevelt hat die USA aus der Krise gerettet, dennoch hat er sie mit seiner politik nicht überwunden, da 1940 immer noch eine hohe Arbeitslosenquote vorhanden war. Erst nach beginn des 2. Weltkrieges hat die Rüstungskonjunktur die Krise beendet

      2. Kritik:

      • Oberste Bundesgericht

        • Hob mehrere Gesetze auf

          • Begründung war die Verfassungswidrigkeit des Gesetzes

      • American Liberty League

        • Unternehmer, denen die Gewerkschaftfreundlichkeit zu weit ging

      • Francis Townsend

        • Gegen Arbeitslosigkeit und mangelnde Kaufkraft.

        • Für eine Volksrente von 200$

       

        1. American Dream

        1. Hoffnung auf politische und religiöse Freiheit

        2. Wunsch nach Eigentum und Wohlstand

        3. „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ (Demokratie)

        4. Selbstverwirklichung, soziales Prestige

        5. Probelmatik:

          • Umweltproblematik

          • Extreme Arbeitsbedinungen

          • Diskrepanz zwischen Realität und Wunschvorstellung

          • Dikreminierung der Frau und ethischer Gruppen

          • Mangelnde Absicherung der Arbeitnehmer

          • Grenzen des Ökonomischen Wachstums

           

           

          Inflation: Anstieg des Preisniveaus, Geld verliert an Wert

          Deflation: starkes zurückbleiben der Nachfrage, Preisniveau sinkt

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