Claudia Galotti Rollenbiografie (Charakterisierung)

Mein Name ist Claudia Galotti und ich bin mit dem Obristen Odoardo Galotti verheiratet. Zusammen haben wir eine Tochter, die sich Emilia nennt und mit mir in einer Stadtwohnung in Guastalla, welches zur Residenz des Prinzen Gonzaga gehört, hausen. Da mein Gatte auf unserem Landsitz residiert, habe ich einen Diener namens Pirro. Unsere Familie kommt NUR aus dem Bürgertum, obwohl ich sehr viel vom adligen Hofe halte. Ich akzeptiere die bürgerliche Moral, aber muss diese auch als Einschränkung erleben. Insgesamt bin ich sehr glücklich und zufrieden mit meinem Leben.

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Mein Äußeres ist schnell zu beschreiben: Ich sehe aus, wie eine Frau, die schon ein Kind geboren hat. Dennoch bin ich sehr eitel und spreche auch immer unbedacht heraus, was ich denke.

Es gibt viele Dinge, die mir wichtig sind. Doch auf Zwei bestehe ich regelrecht. Als erstes finde ich es unumgänglich, dass meine Tochter eine städtische Erziehung genießt, da diese besser ist als auf dem Lande, auch wenn Odoardo da anderer Meinung ist. Emilia hätte, bei ihrem Vater wohnend, niemals Appiani, ihren Verlobten, kennengelernt.

Des Weiteren ist mir das Wohl meiner Tochter sehr wichtig. Auch wenn ich erst sehr stolz und froh über die Verlobung mit dem Grafen war, habe ich doch Angst meine geliebte Tochter zu verlieren. Denn ich bin ihre Vertrauensperson und sie erzählt mir all ihre Sorgen und Nöte. Sie berichtete mir auch von der Begegnung mit dem Prinzen. Ich hatte natürlich sofort Verständnis für die Zuneigung zu diesem Mann. Er ist schließlich vom Adel und hat so Einiges zu bieten. Als ich meinem Ehegatten stolz von der Begegnung der Beiden berichte war dieser nicht sehr angetan. Deshalb beschloss ich, dies lieber geheim zu halten. Auch riet ich meiner Tochter dem Grafen Appiani nichts von all dem zu erzählen, was sich im Nachhinein als sehr naiv und dumm herausgestellt hat. Ich habe die Gefahr, ausgehend vom Prinzen, nicht erkannt und nur an das Gute im Menschen geglaubt.

Ich habe Angst, dass mein Mann Odoardo von der Liebe zwischen dem Prinzen und Emilia erfährt. Er würde eine große Wut haben, da ich und Emilia ihn hintergangen haben. Normalerweise haben wir eine sehr glückliche Ehe und ich liebe meinen tugendhaften Gatten. Er ist das Oberhaupt unserer Familie, was ein Grund für meine Bewunderung und Anhänglichkeit ist. Man kann schon sagen, dass er eine bevorzugte Rolle in unserer Familie spielt und ich eher weniger emanzipiert bin.

Als Appiani starb, war ich sehr traurig. Dieser Graf sollte doch der perfekte Mann für meine Tochter sein, nicht so wie der elende Prinz.

Ohhh wie ich ihn und seinen Diener Marinelli verachte. Natürlich muss ich zugegeben, dass ich anfangs sehr angetan von dem Herrn Prinzen war, doch er hat mich zutiefst enttäuscht. Nachdem ich als erstes den Tod des Grafen aufgedeckt habe, wurde mir klar, welch abscheuliche Dinge die Zwei sich ausgedacht haben. Sie haben meiner Familie sehr geschadet und ich bin sehr wütend darüber, dass meine Tochter Emilia wegen diesen ganzen Schandtaten ihr Leben lassen musste.

 

Wenn man mich in drei Worten beschreiben müsste, könnte man sagen, dass ich naiv, töricht und besorgt bin.

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