Ablauf der Erregungsübertragung an einer chem. Synapse

1.) Eine Erregung läuft als Aktionspotenzial am synaptischen Endknöpfchen ein; daraufhin wird die präsynaptische Membran depolarisiert. (Spannungsänderung)
 
2.) An der präsynaptischen Membran liegende, spannungsabhängige Calcium-Ionen-Kanäle (Ca2+) öffnen sich. Es kommt zu einem Ca2+-Einstrom.
 
3.) Durch den Anstieg der Calcium-Ionen-Konzentration im Cytoplasma verschmelzen einige synaptische Bläschen mit der präsynaptischen Membran. Diese Vesikel entlassen dann ihren Inhalt, Transmittermoleküle, in den synaptischen Spalt.
 
4.) Die Neurotransmitter diffundieren durch den synaptischen Spalt und erreichen in ca. 0,1 ms die postsynaptische Membran. Dort binden sie nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip an spezifische Rezeptoren. Diese Rezeptoren sind gleichzeitig auch Ionenkanäle; entweder für Natrium (Na+) oder Chlorid (Cl-). Diese Ionenkanäle sind ligandengesteuert!
 
5.) Die Ionenkanäle öffnen sich und es kommt zum Einstrom von Natrium- oder Chloridionen in das postsynaptische Neuron.
 
> Ligandengesteuerte Na+ – Kanäle:
Na+ – Einstrom
Depolarisation der postsynaptischen Membran Exzitatorisches postsynaptisches Potenzial (EPSP) Erregende Synapse (Das AP wird weitergeleitet)
 
 
-> Ligandengesteuerte Cl- – Kanäle:
Cl- – Einstrom
Hyperpolarisation der postsynaptischen Membran Inhibitorisches postsynaptisches Potenzial (IPSP) Hemmende Synapse (Das AP wird nicht weitergeleitet
 
6.) Um eine Dauererregung zu verhindern, werden die Transmittermoleküle von einem entsprechenden Enzym in unwirksame Teile aufgespalten. Diese einzelnen Teile werden von der präsynaptischen Membran aktiv aufgenommen. Unter ATP-Spaltung wird aus ihnen wieder der ursprüngliche Transmitter hergestellt und in den synaptischen Bläschen eingelagert.
 
 
– Die Frequenz der einlaufenden Aktionspotenziale bestimmt die Menge des ausgeschütteten Transmitters.
– Das PSP verfolgt nicht das „Alles-oder-Nichts-Prinzip“, sondern kann in Dauer und Stärke je nach Transmittermenge variieren.
– Das PSP wird nicht immer neu gebildet, sondern schwächt sich bei der Weiterleitung entlang des Somas ab.
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