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	<title>Inhaltsangabe&#187; Der Gott der Stadt</title>
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	<description>Infos zum Thema Inhaltsangabe und Hausaufgaben</description>
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		<title>Analyse Der Gott der Stadt &#8211; Georg Heym</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Sep 2007 12:34:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kevin</dc:creator>
				<category><![CDATA[deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Der Gott der Stadt]]></category>

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<p>Aufgabentyp 2 A: Analyse eines literarischen Textes mit weiterf&#252;hrendem Schreibauftrag</p>
<p>Aufgaben:<br />
Analysiere und interpretiere das Gedicht Der Gott der Stadt (1910) von Georg Heym. Unterziehe das Gedicht dabei einer&#8230;</p>]]></description>
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<p>Aufgabentyp 2 A: Analyse eines literarischen Textes mit weiterf&uuml;hrendem Schreibauftrag</p>
<p>Aufgaben:<br />
Analysiere und interpretiere das Gedicht Der Gott der Stadt (1910) von Georg Heym. Unterziehe das Gedicht dabei einer formalen und inhaltlichen Analyse sowie einer darauf aufbauenden Deutung. Untersuche, inwieweit es in Form und Inhalt der Lyrik des Expressionismus entspricht.<br />
Vergleiche deine Ergebnisse aus Aufgabe 1 mit dem Bild von Ludwig Meidner (1884 &ndash; 1966) und arbeite inhaltliche Parallelen heraus. </p>
<p>Georg Heym: Der Gott der Stadt (1910)<br />
1 Auf einem H&auml;userblocke sitzt er breit.  2 Die Winde lagern schwarz um seine Stirn.  3 Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit  4 die letzten H&auml;user in das Land verirr&rsquo;n.</p>
<p>5 Vom Abend gl&auml;nzt der rote Bauch dem Baal,  6 die gro&szlig;en St&auml;dte knieen um ihn her.  7 Der Kirchenglocken ungeheure Zahl  8 wogt auf zu ihm aus schwarzer T&uuml;rme Meer.</p>
<p>9 Wie Korybanten-Tanz1 dr&ouml;hnt die Musik  10 der Millionen durch die Stra&szlig;en laut.  11 Der Schlote Rauch, die Wolken der Fabrik  12 ziehn auf zu ihm, wie Duft von Weihrauch blaut.</p>
<p>13 Das Wetter schwelt in seinen Augenbrauen.  14 Der dunkle Abend wird in Nacht bet&auml;ubt.  15 Die St&uuml;rme flattern, die wie Geier schauen  16 von seinem Haupthaar, das im Zorne str&auml;ubt.</p>
<p>17 Er streckt ins Dunkle seine Fleischerfaust.  18 Er sch&uuml;ttelt sie. Ein Meer von Feuer jagt  19 durch eine Stra&szlig;e. Und der Glutqualm braust  20 und fri&szlig;t sie auf, bis sp&auml;t der Morgen tagt.</p>
<p>
<strong>Aufgabe 1:</strong></p>
<p>Das Gedicht &bdquo;Der Gott der Stadt&ldquo; von Georg Heym aus dem Jahr 1910 beschreibt die Geschehnisse in einer Gro&szlig;stadt vom Abend bis zum Morgen. Es setzt sich aus f&uuml;nf Quartetten zusammen. <br />
Es l&auml;sst sich die Deutungshypothese aufstellen, dass der Autor mit seinem Gedicht Kritik am st&auml;dtischen Leben &uuml;ben will und die Selbstzerst&ouml;rungskraft und Abweichung von den wichtigen Werten des Lebens der Menschen zum Ausdruck bringen m&ouml;chte. <br />
Formal kann man sagen, dass jede Strophe sich aus zwei Kreuzreimen zusammensetzt. Das Metrum ist mit f&uuml;nfhebigen Jamben sehr regelm&auml;&szlig;ig und insgesamt scheint das Gedicht in bezug auf die Form zun&auml;chst sehr geordnet.</p>
<p>In der ersten Strophe wird eine mit &bdquo;er&ldquo; bezeichnete Person eingef&uuml;hrt, welche die Stadt von den D&auml;chern ihrer H&auml;user aus beobachtet. Dann wird die Stadt am Abend beschrieben, aus der die Kircht&uuml;rme aus den H&auml;usermassen herausragen. In der dritten Strophe wird deutlich, dass es in der Stadt sehr dreckig und laut ist und dass sich viele Menschen dort aufhalten.<br />
Die vierte Strophe charakterisiert den Gott Baal, der zornig alles &uuml;berblickt und schlie&szlig;lich, in der letzten Strophe, die Stadt durch Feuer zerst&ouml;rt.</p>
<p>In der ersten Strophe wird der Gott Baal noch nicht mit Namen genannt, aber die &Uuml;berschrift des Gedichts l&auml;sst den Leser darauf schlie&szlig;en, dass ein Gott gemeint ist. Die Wortwahl &bdquo;sitzt er breit&ldquo; (V.1) vermittelt einen negativen Eindruck von diesem Gott. Auch im darauffolgenden Vers wird dies unterstrichen durch den Ausdruck &bdquo;lagern schwarz&ldquo; (V.2), da die Farbe schwarz meist mit etwas D&uuml;sterem assoziiert wird. Dass Baal kein wohlgesonnener Gott ist, zeigt sich ganz explizit in Vers 3, in dem er &bdquo;voll Wut&ldquo; schaut. Es werden H&auml;user beschrieben, die &bdquo;in Einsamkeit&ldquo; stehen, also wahrscheinlich entfernt von der Stadt und dem Gro&szlig;stadtleben. In diese Richtung schaut Baal und es l&auml;sst sich vermuten, dass sein Zorn daher kommt, dass er der &bdquo;Gott der Stadt&ldquo; ist und sich alle anderen H&auml;user nicht in seinem Einflussbereich befinden. Der Ausdruck &bdquo;verirrt&ldquo; (V.4) verdeutlicht, dass diese &bdquo;letzten H&auml;user&ldquo; sehr isoliert stehen und fast verloren erscheinen neben der Gro&szlig;stadt.</p>
<p>Es wird dann der Abend beschrieben und Baal, nun auch beim Namen genannt, wird von der untergehenden Sonne beschienen. Auf den ersten Blick erscheint dies fast idyllisch, aber der Untergang der Sonne k&ouml;nnte auch f&uuml;r das Hereinbrechen der Dunkelheit und des Negativen, B&ouml;sen stehen. Die Personifikation &bdquo;die gro&szlig;en St&auml;dte knien&ldquo; (V.6) zeigt, dass alles in der Stadt dem Gott unterlegen ist und zu ihm emporblickt, denn die St&auml;dte k&ouml;nnen ebenfalls auf die Stadtbewohner &uuml;bertragen werden.<br />
Auch die &bdquo;ungeheure Zahl&ldquo; (V.7) von Kirchenglocken verdeutlichen, dass der Gott von den Menschen verehrt oder zumindest gef&uuml;rchtet wird, da sie vor ihm niederknien. <br />
Durch die Verwendung des Wortes &bdquo;wogt&ldquo; (V.8) wird die Kraft, die von Baal auszugehen scheint, noch einmal verst&auml;rkt. Die Metapher &bdquo;schwarzer T&uuml;rme Meer&ldquo; zeigt, dass der Gott sich mitten in der Stadt befindet und um ihn herum hohe H&auml;user, wie ein Meer, stehen.</p>
<p>Au&szlig;erdem zeigt sich hier, dass die Bewohner der Stadt scheinbar einen f&uuml;r den christlichen Glauben heidnischen Gott anbeten und das sogar mithilfe der Kirchenglocken, welche eigentlich einen anderen Gott verehren sollen. Sie sind also abger&uuml;ckt vom christlichen Glauben, in dem Gott als gut und barmherzig charakterisiert wird und haben stattdessen einen w&uuml;tenden, fast launischen Gott gew&auml;hlt.</p>
<p>Die dritte Strophe beschreibt das Leben in der Stadt. Der Vergleich &bdquo;wie Korybanten-Tanz&ldquo; (V.9) deutet auf das Chaos und die Unordnung hin, das Verb &bdquo;dr&ouml;hnt&ldquo; (V.9) vermittelt ebenfalls eine gewisse Unkontrolliertheit und etwas Negatives.<br />
&bdquo;Die Musik der Millionen&ldquo; (V. 9/10) bezieht sich wahrscheinlich auf den L&auml;rm, den die Menschen, hier durch &bdquo;Millionen&ldquo; &uuml;bertrieben dargestellt, verursachen durch Verkehr, Stimmengewirr, Musik etc. Diese Ger&auml;usche erf&uuml;llen die Stadt und es l&auml;sst sich wahrscheinlich nicht mehr feststellen, woher sie kommen, sondern alles vermischt sich zu einem lauten Ton (vgl. &bdquo;Musik&ldquo;). &bdquo;Der Schlote Rauch&ldquo; (V.11) zeigt, dass es in der Stadt sehr dreckig ist, scheinbar befinden sich dort viele Fabriken, die dort pausenlos ihren Rauch abgeben, der sich zu &bdquo;Wolken&ldquo; (V.11) formt. Diese Metapher zeigt, dass gro&szlig;e Mengen an Rauch an die Luft abgegeben werden, so dass man den Himmel wahrscheinlich nicht mehr sehen kann, als sei er wolkenbedeckt. </p>
<p>Der Rauch steigt nun hoch zu Baal und der Ablauf wird als seht feierlich dargestellt durch den Ausdruck &bdquo;ziehen auf zu ihm&ldquo; (V. 12). Der Vergleich &bdquo;wie Duft von Weihrauch&ldquo; (V.12) l&auml;sst darauf schlie&szlig;en, dass es sich hier um eine Art Opergabe handelt, da Weihrauch in der Kirche (vgl. oben) zu besonderen Anl&auml;ssen verwendet wird.&nbsp; Der Neologismus &bdquo;blaut&ldquo; k&ouml;nnte hier f&uuml;r den Himmel stehen, welcher ja ebenfalls blau ist und der Duft steigt hoch zum Himmel. In dieser Strophe findet sich ein eindeutiger Bezug zur &Uuml;berschrift &bdquo;Der Gott der Stadt&ldquo;, denn alles in der Stadt verehrt Baal und ist ihm unterlegen. Sogar die Fabriken und Kirchen werden in diesem Zusammenhang erw&auml;hnt, welche unweigerlich Teil der Gro&szlig;stadt sind. </p>
<p>Im n&auml;chsten Teil des Gedichts wird es dann schlie&szlig;lich Nacht, und die Nacht &bdquo;bet&auml;ubt&ldquo; (V.14) den Abend, was bedeutet, dass es v&ouml;llig dunkel wird und wom&ouml;glich auch das Leben etwas verlangsamt. In Vers 15 werden die St&uuml;rme mit Geiern verglichen, was scheint, als w&uuml;rden sie nur darauf &bdquo;warten&ldquo;, alles zerst&ouml;ren zu k&ouml;nnen, wie ein Geier sich auf seine Beute st&uuml;rzt. Au&szlig;erdem &bdquo;schauen&ldquo; die Geier &bdquo;von seinem [Baals] Haupthaar&ldquo; (V.15), das hei&szlig;t, sie beobachten die Stadt aus demselben Blickwinkel wie der Gott. Dieser wird wieder als zornig beschrieben und sein Haar, welches hier vielleicht mit den Winden gleichzusetzen ist, str&auml;ubt sich. Es deutet sich an, dass die Katastrophe nahe ist.</p>
<p>In der letzten Strophe tritt schlie&szlig;lich die Zerst&ouml;rung ein. Baal streckt seine &bdquo;Fleischerfaust ins Dunkel&ldquo; (V.17), wobei die Wortkombination &bdquo;Fleischerfaust&ldquo; eine gro&szlig;e Kraft und Entschlossenheit zur Zerst&ouml;rung vermittelt. In Vers 18 und 19 findet sich ein Enjambement, welches verst&auml;rkt, dass sich das &bdquo;Meer von Feuer&ldquo; (V.18) &uuml;berallhin auszubreiten scheint. In den vorigen Strophen finden sich immer zwischen den letzten Versen Enjambements, aber diese sind keine so deutlichen Einschnitte. Durch das Verb &bdquo;braust&ldquo; (V.19) wird die Intensivit&auml;t des Feuers deutlich und auch wiederum die Wut des Gottes. Die Personifikation der Glut, &bdquo;frisst sie auf&ldquo;, ist m&ouml;glicherweise so zu verstehen, dass es die Schuld der Menschen selbst ist, dass diese Katastrophe herbeigef&uuml;hrt wurde und dass sie selbst ebenfalls daran teilhaben. Au&szlig;erdem verst&auml;rkt sie das &bdquo;Brausen&ldquo; und macht klar, dass alles komplett zerst&ouml;rt wird. Die Vernichtung durch das Feuer geht die ganze Nacht hindurch und endet erst, als &bdquo;sp&auml;t der Morgen tagt&ldquo; (V.20). Das Paradoxon in diesem Vers, der &bdquo;Morgen&ldquo; kommt &bdquo;sp&auml;t&ldquo;, deutet darauf hin, dass die Zerst&ouml;rung sehr lange anh&auml;lt und es lange dauert, bis es wieder hell wird. </p>
<p>Durch den Verlauf des Gedichts hindurch werden immer wieder Tageszeiten genannt und es findet eine Entwicklung vom Abend bis zum Morgen statt. Hierbei steh die Nacht f&uuml;r die Zerst&ouml;rung und als Kontrast dazu, der Morgen f&uuml;r den Neuanfang. Scheinbar wiederholt sich dieser Ablauf immer wieder.<br />
Es l&auml;sst sich in dem Gedicht kein Sprecher festmachen. Die Erz&auml;hlperspektive ist distanziert und beobachtend, es scheint, als w&uuml;rde das lyrische Ich dem Gott Baal zusehen.</p>
<p>Der Gott Baal ist in dem Gedicht wahrscheinlich nicht so w&ouml;rtlich zu verstehen. Vielmehr symbolisiert er das st&auml;dtische Leben. Die Menschen leben in der Stadt und f&uuml;r die Stadt und alle Dinge sind auf das t&auml;gliche Leben ausgerichtet. Vor allem der Vergleich mit Weihrauch verdeutlicht, dass der technische Fortschritt und die Industrialisierung &uuml;ber allem anderen stehen. Die Menschen scheinen sich nur noch darauf zu konzentrieren und von ihren menschlichen Werten abzur&uuml;cken. Sie sind eine Masse, &bdquo;Millionen&ldquo;, die gleich und pers&ouml;nlichkeitslos werden. Als Folge dessen erfolgt die Zerst&ouml;rung, die auch als Selbstzerst&ouml;rung der Menschen verstanden werden kann. Sie haben Selbst die Katastrophe zu verantworten durch ihre Anbetung des die Stadt charakterisierenden Baals. Es zeigt sich hier deutlich die Kritik am st&auml;dtischen Leben. Insgesamt sehe ich meine Deutungshypothese best&auml;tigt.</p>
<p>Das Gedicht passt eindeutig in die Zeit des Expressionismus. Das Thema Gro&szlig;stadt wurde von vielen Dichtern aufgegriffen und kritisiert. Vor allem die zunehmende Entmenschlichung, der Pers&ouml;nlichkeitsverlust und die Anonymit&auml;t finden sie h&auml;ufig in lyrischen Texten dieser Epoche. Charakteristisch ist auch, dass der &auml;u&szlig;ere Aufbau, also Strophen und Reimschema, sich deutlich an den alten Formen orientieren, was stark im Kontrast zu Inhalt steht, der sich gerade gegen diese Formen auflehnt.</p>
<p>Ich denke, dass &bdquo;Der Gott der Stadt&ldquo; in diese Epoche passt, da ebenfalls der technische Fortschritt als Folge der Industrialisierung beschrieben und sehr negativ beleuchtet wird, sowie der Verlust menschlicher Werte. Auch das d&uuml;stere Ende, das die Zerst&ouml;rung beschreibt, ist sehr programmatisch, da viele Menschen an eine bevorstehende Apokalypse glaubten und das Gedicht einen Untergang beschreibt.<br />
Die Enjambements im Gedicht lassen sich auch auf den Expressionismus zur&uuml;ckf&uuml;hren, sowie die Metaphern, da diese Stilmittel in der Zeit sehr gebr&auml;uchlich waren.</p>
<p><strong>Aufgabe 2: </strong></p>
<p>Man kann das Bild sehr gut in Bezug zum Gedicht setzten. Die erst Auff&auml;lligkeit ist die ausgepr&auml;gte Verwendung der Farben blau und schwarz, welche beide im Gedicht erw&auml;hnt werden. Man sieht Schornsteine, von denen aus Rauch zum Himmel hochsteigt (vgl. V. 11/12). Die dunklen H&auml;user sind nur als Fassaden, nicht dreidimensional zu erkennen. Aufgrund der dunklen Farbwahl scheint es, als sei es Abend auf dem Bild, wie auch im Gedicht. Die Pinself&uuml;hrung ist relativ ungeordnet, vor allem im Vordergrund lassen sich keine spezifischen Formen erkennen, sondern es sieht aus, als l&auml;gen dort Tr&uuml;mmer von H&auml;usern. Au&szlig;erdem sieht man Stra&szlig;en, aber keine Menschen. Bei genauerem Hinsehen k&ouml;nnte man einige schwarze &bdquo;Striche&ldquo; f&uuml;r Personen halten. Sie werden d&uuml;ster dargestellt und man erkennt weder Gesichtsausdruck noch andere Details an ihnen. Im Gedicht sind die Menschen ebenfalls als Masse beschrieben. Dadurch, dass die H&auml;user so dunkel sind, scheint es, als seien sie verbrannt, vor allem das gro&szlig;e Geb&auml;ude im Vordergrund. Dies l&auml;sst sich wieder auf die letzte Strophe des Gedichts beziehen, in der eine Stadt von Feuer zerst&ouml;rt wird. <br />
Die Menschen auf dem Bild scheinen Hilfe zu suchen, sie sehen einsam aus.</p>
<p>Meiner Meinung nach dr&uuml;ckt das Bild &ndash; so wie das Gedicht &ndash; eine Kritik am Gro&szlig;stadtleben aus, was durch die Farbwahl und die w&uuml;ste, verlassene Darstellung einer Stadt deutlich wird. Die meisten H&auml;user sind zerst&ouml;rt und die wenigen Menschen voneinander getrennt. Auch hier zeigt sich eine Weltuntergangsstimmung, welche im Gedicht vorherrscht.</p>
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		<title>Interpretation „Der Gott der Stadt“ Georg Heym</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jul 2007 18:01:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kevin</dc:creator>
				<category><![CDATA[deutsch]]></category>
		<category><![CDATA[Der Gott der Stadt]]></category>

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<p>
Vom &#228;u&#223;erem Aufbau her wei&#223;t Georg Heyms Gedicht &#8222;Der Gott der Stadt&#8220; eine klassische Form auf. Es gibt f&#252;nf Strophen mit jeweils vier Zeilen, die einen Kreuzreim&#8230;</p>]]></description>
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<p>
Vom &auml;u&szlig;erem Aufbau her wei&szlig;t Georg Heyms Gedicht &bdquo;Der Gott der Stadt&ldquo; eine klassische Form auf. Es gibt f&uuml;nf Strophen mit jeweils vier Zeilen, die einen Kreuzreim aufweisen. Georg Heym verwendet einige Stilmittel, die in den einzelnen Strophen besprochen werden:<br />
1. Strophe:<br />
Durch eine Personifikation wird eine Vermenschlichung vorgenommen (Z. 4; die letzten H&auml;user in das Land verirrn.). Die Sicht von Gott aus wird geschildert. Dies wird deutlich durch die Umschreibung Gottes: &bdquo;Auf einem H&auml;userblock sitzt er breit.&ldquo;(Z.1) und &bdquo;Er schaut voll Wut&hellip;&ldquo;(Z.4). Durch die schwarze Farbe, die angesprochen wird, kann auch der Tod beschrieben werden. Gott wird von den &bdquo;schwarzen Winden&ldquo; (also dem Tod) bedroht (Z. 3). Man kann interpretieren, dass &bdquo;wo fern in Einsamkeit die letzten H&auml;user in das Land verirrn.&ldquo;(Z.3+4) die einsetzende Industrialisierung meint. Die Menschen wandern alle in die St&auml;dte, sodass das Land einsam und leer zur&uuml;ckbleibt. </p>
<p>2.Strophe:<br />
Hier wird die Beziehung zwischen Gott und den Menschen dargestellt. Durch &bdquo;die gro&szlig;en St&auml;dte knien um ihn her.&ldquo;(Z.6) wird wieder eine Personifikation ausgedr&uuml;ckt, die sich auf den Baal bezieht. Hiermit wird Gott bezeichnet, dem alles zu F&uuml;&szlig;en liegt, in diesem Fall die gro&szlig;en St&auml;dte. Er ist also so etwas wie allm&auml;chtig. Der wiederholte Gebrauch der Farbe schwarz r&uuml;ckt die dargestellte Beziehung zwischen Gott und Menschheit in ein negatives Licht.</p>
<p>3.Strophe:<br />
Heym stellt wieder einen Vergleich auf. Er beschreibt die jubelnde Menschenmenge, die sich in der Stadt befindet und &uuml;ber die Industrialisierung freut (Z.9+10). Heym stellt sie durch &bdquo;Millionen&ldquo; dar. Ihre begeisterte Musik ist so laut wie die der Korybanten, was die ausgelassene Stimmung hervorheben soll. Jedoch zeigt das Wort &bdquo;dr&ouml;hnt&ldquo; wieder etwas Negatives.<br />
Im weiteren Verlauf der dritten Strophe wird ein Vergleich zwischen den Schornsteinen, die durch die Industrialisierung entstanden sind, und dem Duft von Weihrauch, der wieder Gott verk&ouml;rpert, angestellt. </p>
<p>4.Stophe:<br />
Hier werden die Folgen der Verst&auml;dterung erl&auml;utert. Die Natur wehrt sich (Z.13; das Wetter schwelt in seine Augenbraun). Das angesprochene &bdquo;schwelt&ldquo; kann man von &bdquo;Schwefel&ldquo; ableiten. So w&auml;re ein Bezug zur vorangegangenen Strophe gekn&uuml;pft. Es wird sonst eine recht angespannte Situation beschrieben. Die negative Stimmung breitet sich aus, die in den vorherigen Strophen nur durch einige Worte angeschnitten wurde.&nbsp; </p>
<p>5.Strophe:<br />
Abschlie&szlig;end wird in der letzten Strophe die Bestrafung Gottes aufgrund der Industrialisierung beschrieben. Die Menschen haben Gott vernachl&auml;ssigt und nun m&uuml;ssen sie wohl seinen Zorn erdulden. Durch die Alliteration von &bdquo;Fleischerfaust&ldquo;(Z.17) wird die H&auml;rte Gottes hierbei ausgedr&uuml;ckt. Alles geschieht in der Nacht, bis der Morgen graut (Z.20; &hellip;&ldquo;bis der Morgen tagt.&ldquo;). So folgt nach der Zerst&ouml;rung (Abend) ein Neuanfang (Morgengrauen). </p>
<p>Schlussbetrachtung:<br />
Georg Heyms &bdquo;Der Gott der Stadt&ldquo; wei&szlig;t recht viele Vergleiche auf. Weiterhin gebraucht Heym auch historische Worte, um Gott dazustellen, ihn dadurch vielleicht auch hervorzuheben. Durch die Personifikation wird die Untergebenheit unter Gott verdeutlicht. Man kann sagen, dass eine Art der klimatischen Steigerung vorhanden ist. Zuerst wird der Zustand der Stadt (also allgemein der Menschheit) beschrieben. Hier ist die Sicht von Gott aus gew&auml;hlt worden. Im weiteren Verlauf wird die Beziehung zwischen Gott und der Menschheit beschrieben, die Ursache f&uuml;r die Ver&auml;rgerung Gottes (dies ist der Materialismus der Menschheit) und seine Bestrafung f&uuml;r die Menschheit. Diese Bestrafung kann entweder als Zerst&ouml;rung durch Naturgewalt oder durch Ausbruch des Krieges ausgelegt werden. </p>
<p>
&nbsp;</p>
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