Der Gott der Stadt

Analyse Der Gott der Stadt – Georg Heym

by Kevin
September 24th, 2007

Analyse Der Gott der Stadt – Georg Heym

Aufgabentyp 2 A: Analyse eines literarischen Textes mit weiterführendem Schreibauftrag

Aufgaben:
Analysiere und interpretiere das Gedicht Der Gott der Stadt (1910) von Georg Heym. Unterziehe das Gedicht dabei einer formalen und inhaltlichen Analyse sowie einer darauf aufbauenden Deutung. Untersuche, inwieweit es in Form und Inhalt der Lyrik des Expressionismus entspricht.
Vergleiche deine Ergebnisse aus Aufgabe 1 mit dem Bild von Ludwig Meidner (1884 – 1966) und arbeite inhaltliche Parallelen heraus.

Georg Heym: Der Gott der Stadt (1910)
1 Auf einem Häuserblocke sitzt er breit. 
2 Die Winde lagern schwarz um seine Stirn. 
3 Er schaut voll Wut, wo fern in Einsamkeit 
4 die letzten Häuser in das Land verirr’n.

5 Vom Abend glänzt der rote Bauch dem Baal, 
6 die großen Städte knieen um ihn her. 
7 Der Kirchenglocken ungeheure Zahl 
8 wogt auf zu ihm aus

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Interpretation „Der Gott der Stadt“ Georg Heym

by Kevin
Juli 27th, 2007

Interpretation von „Der Gott der Stadt“ von Georg Heym

Vom äußerem Aufbau her weißt Georg Heyms Gedicht „Der Gott der Stadt“ eine klassische Form auf. Es gibt fünf Strophen mit jeweils vier Zeilen, die einen Kreuzreim aufweisen. Georg Heym verwendet einige Stilmittel, die in den einzelnen Strophen besprochen werden:
1. Strophe:
Durch eine Personifikation wird eine Vermenschlichung vorgenommen (Z. 4; die letzten Häuser in das Land verirrn.). Die Sicht von Gott aus wird geschildert. Dies wird deutlich durch die Umschreibung Gottes: „Auf einem Häuserblock sitzt er breit.“(Z.1) und „Er schaut voll Wut…“(Z.4). Durch die schwarze Farbe, die angesprochen wird, kann auch der Tod beschrieben werden. Gott wird von den „schwarzen Winden“ (also dem Tod) bedroht (Z. 3). Man kann interpretieren, dass „wo fern in Einsamkeit die letzten Häuser in das Land verirrn.“(Z.3+4) die einsetzende Industrialisierung meint. Die Menschen wandern alle in die Städte, sodass das Land einsam und leer zurückbleibt.

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