Inhaltsangabe

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Inhaltsangabe Faust I

Mittwoch 9. Januar 2008 von Kevin

Die Tragödie „Faust 1“ von Johann Wolfgang von Goethe handelt von einem Universalgelehrten namens Faust, der feststellt, dass die wissenschaftlichen Erkenntnisse, von denen er in seiner Jugend geschwärmt hat, keine ausreichende Angaben beinhalten, wie die Welt oder das Leben wirklich ist. Daraufhin schließt sich Faust zu einem Pakt mit dem Teufel, der aber tragisch endet. Die Thematik des Textes ist die Tragik der Menschen, die eine Folge von deren wissenschaftlichen Streben und dem Machtspiel zwischen Gott und Teufel im Dasein ist.       
 
Im Himmel gibt der Teufel Mephisto sein Zweifel an dem Glauben und der Treue des Menschen zu Gott kund und geht eine Wette mit Gott ein, bei dem er ihm beweisen will, dass sogar der Gebildeteste unter den Menschen, Dr. Faust, ihm nicht treu ist.
Verzweifelt führt Faust in seinem Studierzimmer ein Selbstgespräch, das später die Folge für sein magisches Streben wird. Nachdem seine Erdgeistbeschwörung fehlschlägt, weil der Erdgeist ihn völlig negiert, sieht er keinen Grund mehr zu leben und will sich vergiften, doch die Osterglocken und die Gedanken an seine Kindheit halten ihn davon auf.
Beim Osterspaziergang mit seinem Freund Wagner bewundert Faust für eine Weile die erwachende Natur und das fröhliche Volk. Wieder in seinem Studierzimmer angekommen fällt ihm auf, dass ein merkwürdiger Pudel, der sie beim Osterspaziergang umschweift hat, ihm nachgefolgt ist. Als er anfängt das Johannesevangelium zu übersetzen enthüllt sich der Pudel als Gestalt des Teufels Mephisto. Um seine Begierde nach dem Magischen fortzusetzen schließt er ein Pakt mit Mephisto ab, das mit Blut versiegelt wird: Mephisto soll ihm im Diesseits und er Mephisto im Jenseits dienen.
In der fröhlichen Atmosphäre von Auerbachs Keller, wo Mephisto Faust hinführt, um seine Laune zu stärken, fällt dem Mephisto auf, dass Faust zu alt ist: dafür soll ihm ein Verjüngungstrank aus der Hexenküche helfen. Auf Mephistos Bitte bereitet die Hexe einen Trank, der Faust verjüngt.  Auf der Straße erblickt Faust die junge Gretchen und verliebt sich in sie, worauf er Mephisto befiehlt, ihm die Gretchen zu schaffen. Mit Hilfe Gretchens Nachbarin Marthe, der Kupplerin, organisiert Mephisto ein Treff in Marthes Garten; dort nähert sich Faust der Gretchen, die ihre Liebe zu ihm verkündet, sie gehen dann gemeinsam zum Gartenhäuschen und küssen sich, bis Mephisto sie trennt.
Die Lebensbejahung Fausts, die er durch Liebe zu Gretchen erzielt hat und die Erkenntnis, dass er Gretchen ins Unheil stürzt, bringen ihm zu einer Zwiespalt, die er im Wald bekennt.
Gretchens Sehnsucht nach Faust findet in Marthes Garten ein Ende, wo sie Faust trifft und mit ihm sexuell verkehrt, nachdem ihre Mutter durch einen Schlaftrank Mephistos unabsichtlich stirbt. Durch den Geschlechtsverkehr mit Faust wird Gretchen schwanger. Gretchens Bruder Valentin stellt Faust zum Zweikampf, weil er nicht akzeptieren kann, dass seine Schwester mit Faust zusammen ist. Beim Zweikampf fällt Valentin durch Fausts Klinge, die durch Mephistos Zauberkraft geführt wird; Faust und Mephisto fliehen zur Walpurgisnacht auf den Blocksberg.
Inzwischen tötet Gretchen vor zunehmender Verzweiflung ihr neugeborenes Kind und wird im Kerker eingesperrt. Wegen seiner Sehnsucht will Faust zurück zu Gretchen, Mephisto will ihn davon abhalten, doch es misslingt ihm. Als Faust erfährt, dass Gretchen vor Verzweiflung ihr Kind getötet hat und im Kerker eingesperrt wurde, macht er Mephisto schwere Vorwürfe für das Leiden Gretchens und befiehlt ihm, alles zu ihrer Befreiung vom Kerker vorzubereiten. Als Faust und Mephisto sie vom Kerker befreien wollen, beschließt Gretchen nicht mit Faust zu fliehen, da er mit dem Teufel vereint ist.
Schließlich ertönt eine Stimme aus dem Himmel, dass Gretchen gerettet sei.

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Der Besuch der alten Dame - Friedrich Dürrenmatt - Buchvorstellung

Mittwoch 9. Januar 2008 von Kevin

Der Besuch der alten Dame von Friedrich Dürrenmatt

Biographie Friedrich Dürrenmatts:
Friedrich Dürrenmatt wurde am 5. Januar 1921 in Konolfingen, einem Dorf im Kanton Bern (Schweiz) geboren. Dürrenmatt studierte Literatur, Philosophie und Naturwissenschaften in Bern und Zürich. Anfangs unentschlossen, ob er lieber Maler oder Schriftsteller werden sollte, versuchte Friedrich Dürrenmatt es mit dem Schreiben und finanzierte damit seinen Lebens-unterhalt -zwischendurch war er auch als Zeichner und Grafiker tätig. 1945 veröffentlichte er seine erste Erzählung Tageszeitung ("Der Alte") in einer Berner Tageszeitung. Am 19. April 1947 wurde sein erstes Theaterstück uraufgeführt ("Es steht geschrieben"). Weltbekannt wurde Friedrich Dürrenmatt durch die Stücke "Der Besuch der alten Dame" (1956) und "Die Physiker" (1962). Am 14. Dezember 1990 starb Friedrich Dürrenmatt in Neuchâtel in der Schweiz

 

Zum Buch: Der Besuch der alten Dame

Gattung/Merkmale: Bei dem Stück handelt es sich um eine Tragikomödie. Dürrenmatt verbindet in seinem Drama Motive der Tragödie und der Komödie. Deshalb kann man dieses Werk als eine tragische Komödie bezeichnen.
Erscheinungsjahr: 1957 Uraufführung des Bühnenstückes in Zürich
Merkmale: Das Buch ist als Theaterstück in drei Akten geschrieben –das Stück endet mit einem moralischen Lied, das von einem Chor gesungen wird und die Taten der Personen nochmals erklärt und rechtfertigt.
Einordnung in Geschichte: Die Tragikomödie spielt Mitte der 1950 er Jahren, also in den Aufbaujahren Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg. Es ist die Zeit des beginnenden wirtschaftlichen Aufschwungs.

 

Inhaltsangabe “Der Besuch der alten Dame“

Ort der Handlung ist eine Kleinstadt namens Güllen irgendwo in Mitteleuropa in den 1950 er Jahren. Dort erwartet man den Besuch einer reichen alten Dame namens Claire Zachanassian, die in Güllen geboren und aufgewachsen ist. Ihr damaliger Name war Kläri (Klara) Wäscher. Durch verschiedene Ehen mit reichen Männern ist die mittlerweile über Sechzigjährige im Verlauf ihres Lebens zu riesigem Reichtum gekommen. Ihre Ehen sind so zahlreich, dass sie manchmal sogar die Namen ihrer Ehemänner verwechselt.
Die  Stadt Güllen und wird als heruntergekommen und verarmt beschrieben: die Häuser sind meist baufällig und die Straßen total verschmutzt. Der Bürgermeister versucht mit allen Mitteln den Bahnhof “aufzupeppen“, um dieser alten Multimilliardärin Claire Zachanassian einen schönen Empfang in der ehemaligen Heimat zu bereiten (ein Wiedersehen nach 45 Jahren!!) Die Bürger erhoffen sich von der reichen alten Dame eine Milliardenstiftung für ihre verarmte Stadt. Dadurch würde sich ihre wirtschaftliche Lage drastisch verbessern und die Bürger könnten wieder ein normales und unbeschwertes Leben führen.
Im Verlauf der Geschichte taucht der Kaufmann Andrea Ill auf,  der hier in Güllen schon lange mit einer Kaufmannstochter verheiratet ist. Er ist in der Stadt sehr angesehen und dermaßen beliebt, dass die Bürger ihn oft um Rat fragen, wenn es um städtische Angele-genheiten geht -er soll sogar der Nachfolger des Bürgermeisters werden. Dieser Ill, ein alter Mann um die siebzig, schwärmt von seiner damaligen stürmischen Liebe zu Claire. Er beschreibt Claire als ein bildhübsches Mädchen und erzählt allen, dass diese sich damals von ihm getrennt hätte –was aber überhaupt nicht den Tatsachen entspicht.
In Wirklichkeit war es genau umgekehrt: Ill hat durch Falschaussagen und Zeugenbeste-chungen eine damalige Vaterschaftsklage gegen ihn abgewehrt und Claire verlassen. Das gemeinsame Kind kam schließlich zu einer Adoptivfamilie, wo es leider schon nach einem Jahr an Hirnhautentzündung (Meningitis) auf der Insel Capri verstarb.
Claire Zachanassian will also der Stadt eine Milliarde spenden – aber nur unter einer Bedingung: Ill muss getötet werden, da dieser ja Claire damals geschwängert und verlassen hat und Claire jetzt nach Rache und Gerechtigkeit strebt. Daraufhin meint der Bürgermeister, dass die Stadt aus moralischen und menschlichen Gründen dieses scheußliche Anliegen unter allen Umständen ablehnen muss. Doch das Stadtleben hat sich bereits deutlich verändert: Die Bürger beginnen Geld für Kleidung und sonstige Dinge auszugeben, denn die Kaufleute gewähren Kredite -so als ob alle mit einem größeren Vermögenszuwachs rechnen könnten. Ill beginnt jetzt langsam zu verstehen: Er wird wohl nicht mehr lange zu leben haben!!
Die Bürger Güllens entrüsten sich immer mehr über Ills früheres Verhalten gegenüber Claire. Jeder hofft insgeheim, dass irgendjemand diesen Ill umbringt, damit der Stadt endlich die Milliardenspende zukommt. Den Vorschlag des Bürgermeisters, Selbstmord als Wiedergut-machung zu verüben, lehnt Ill ab –er ist aber mit jedem anderen Urteil der Bürger einver-standen. 
Ill versucht in seiner Angst und Verzweiflung, von anderen Menschen  Hilfe zu bekommen –vergebens!! Auch plant er mit dem Zug nach Australien zu fliehen, macht es dann aber doch nicht, da er Angst hat, dass ihn die Leute daran gewaltsam hindern könnten  Da es schließlich sogar seiner eigenen Familie besser geht und auch sie neue Bekleidung bekommen haben, kommt Ill zu dem Entschluss, sein Verbrechen einzugestehen und sich umbringen zu lassen
Als sich Ill -von Schuld und Angst gegenüber Claire zermürbt- seinen Mitbürgern ausliefern will, lässt der Bürgermeister gegenüber der Presse verkünden, dass Frau Zachanassian durch Vermittlung ihres Jugendfreundes Ill der Stadt endlich die ersehnte Milliardenstiftung gewährt.
Auf einer Bürgerversammlung wird die Spende von allen angenommen und damit der Mord an Ill beschlossen. Die Bürger bilden eine Menschengasse, auf die Ill zugeht. Die Gasse schließt sich zu einem Menschenknäuel und Ill sinkt in die Knie. Als die Bürger den Blick freigeben, liegt Ill tot am Boden –von seinen Mitbürgern erwürgt. „Herzschlag“ und „Tod aus Freude“ lauten hingegegen die Kommentare der Zeitungen!!!                           
In Wirklich wurde er von den Bürgern Güllens erwürgt, denn die Geldgier hat die Bürger doch schließlich zum “Mörder“ gemacht.
Im Endeffekt sind die Bürger zufrieden und glücklich und glauben, dass es Gerechtigkeit war, was Ill zugestoßen ist.
Nachdem Claire dem Bürgermeister den Scheck über eine Milliarde überreicht hat, verlässt Claire Zachnassian mit Ills Leichnam in einem Sarg die Stad. Sie  reist auf die Insel Capri, wo Ill neben ihrem gemeinsamen Kind seine letzte Ruhestätte findet.

Interpretation:

Dürrenmatt zeigt in seinem Buch „Der Besuch der alten Dame“ einige Probleme wie z.B. Geldgier und Mord. Mit Hilfe seiner Wortauswahl und Witzen wird das tragische Geschehen ins Humorvolle gezogen.  Dürrenmatt macht uns darauf aufmerksam, dass wir uns nicht von materiellen Dingen leiten lassen sollen, sondern vielmehr von unseren Gefühlen -wie kitschig es auch klingen mag. Weiterhin zeigt er uns, dass jedoch alles in unserem Leben von Geld bestimmt wird, sei es auch noch so unbedeutend.
Dürrenmatt will die geldgierige Gesellschaft des 20. Jahrhunderts in den 1950 er Jahren zeigen – aber gleichzeitig für ihr Verhalten um Verständnis bitten. Diese Jahre nach dem 2. Weltkrieg waren für die Menschen nicht einfach: Deutschlands Städte waren  immer noch nicht wieder vollständig aufgebaut und die Menschen sehnten sich nach Wohlstand. Sie wollten sich wieder etwas leisten: gute Kleidung, schöne Schuhe, eine schöne Wohnung…. !!
Stilistische Merkmale:
Dürrenmatt stellt im Besuch der alten Dame zwei Aspekte des Lebens dar: zum einen die Komik und die und zum anderen die Tragik im Leben. Diese beiden Welten verbindet er zur Tragischen Komödie
Tragik: Claire Zachanassian musste in Schande ihre Heimatstadt Güllen verlassen, weil Alfred Ill seine Vaterschaft leugnete und mit zwei bestochenen Zeugen den Richter täuschte. Sie wird zur Milliardärin und hat nur noch einen Wunsch: die ihr in Güllen angetane Ungerechtigkeit zu rächen. Die alte Dame ist unerbittlich: ihr Hass gegen Ill und ihre Sehnsucht nach Gerechtigkeit ist groß. Die eine Handlungsebene des Stückes wird von Claire Zachanassian repräsentiert und ist voll und ganz auf den Mord an Ill und ihre damit verbundene Rache gerichtet.
Die andere Handlungsebene wird von den Bürgern vollbracht, denen es um Wohlstand um jeden Preis geht - einzig zu Beginn des Stückes wird der Aspekt der Menschlichkeit höher bewertet als das Streben nach Reichtum. Als jedoch kein Ausweg mehr bleibt, wird der zunächst unmenschliche Tötungsakt als einzige in ihren Augen gerechte Tat gewählt .
Komik: Komik erzielt Dürrenmatt vor allem durch manche makabren Ausdrücke und Redensweisen                                   

Beispiele dazu:                                                                                                                               
Claire Zachanassian: Ich gratuliere zu den beiden Gören, Bürgermeister. Da!
Sie drückt die Rosen dem Bahnhofsvorstand in die Arme.

Claire Zachanassian: “Ich nannte dich mein schwarzer Panther“.

Claire Z.: Unsinn. Du bist fett geworden. Und grau und versoffen.

Ill: Doch du bist die gleiche geblieben. Zauberhexchen.
Claire Z.: Ach was. Auch ich bin alt geworden und fett. …

Gatte VII denkt nach
Claire Z.: Fester!
Gatte VII denkt fester nach.
Claire Z.: Noch fester!
Gatte VII: Aber ich kann nicht mehr fester nachdenken, Mausi wirklich nicht.
Claire Z.: Natürlich kannst du`s. Probier`s nur.
Gatte VII denkt noch fester nach. –Glockenton.
Claire Z.: Siehst du, es ging…..

Sprache:
Dürrenmatts Sprache ist hauptsächlich Schriftdeutsch. Er verwendet meistens kurze Sätze um die Handlung zu beschreiben. In den mündlichen Reden der Personen findet man oftmals den Imperativ (Befehlsform) –besonders bei Claire Zachanassian, die gerne Befehle an ihre Mitmenschen gibt – aber auch beim Bürgermeister und beim Polizisten!!
Eine weitere sprachliche Auffälligkeit ist die Namensgebung Dürrenmatts. Damit will er bestimme Eigenschaften von Dingen und Personen dem Leser noch anschaulicher und damit deutlicher machen.

Beispiele:
GÜLLEN –in diesem Wort kommt Gülle vor, was Jauche bedeutet. Die Stadt ist ja auch heruntergekommen und schmutzig.
Klärie Wäscher (ehemaliger Name von Claire Zachanassian) erinnert natürlich an den Begriffe der Reinigung, des Waschens und in Zacha-nass-ian steckt das Wort nass.
Im Namen Andreas ILL steckt das englische Wort ill, dessen deutsche Übersetzung “krank“ bedeutet. Dieser Ill ist ja auch am Ende des Stückes krank vor Angst und Schuld!!

CHARAKTERISIERUNG VON CLAIRE ZACHANASSIAN:

bösen Dame. Sie ist die Hauptfigur des Theaterstückes. Claire glaubt, sich mit ihrem vielen

Claire Zachanassian spielt in Dürrenmatts "Besuch der alten Dame" die Rolle einer alten und Geld alles kaufen zu können.
Ihr Leben ist von vielen schweren Schicksalsschlägen gekennzeichnet und sie selbst dadurch enttäuscht und verbittert. Sie bekommt von ihrem früheren Liebhaber Ill ein Kind, doch er lässt sie einfach sitzen. Von nun an geht es für Claire immer weiter bergab; sie muss ihr Kind zu einer Pfegefamilie geben,  sich ihren Lebensunterhalt als Prostituierte verdienen und wird dadurch von der Gesellschaft ausgeschlossen. Schließlich stirbt auch noch ihr Kind, was den Schmerz,  den Ill ihr zugefügt hatte, noch unerträglicher macht und den Hass auf ihn noch verstärkt.
Anfangs wirkt die alte Dame als edle Wohltäterin, doch sie entpuppt sich als eiskalte, von Ill enttäuschte und gedemütigte Frau, die nur eines will: Gerechtigkeit und blutige Rache. Da sie glaubt, das alles im Leben käuflich ist im Leben und sie sehr reich ist,  kann sie sich schließlich ihre Rache und Gerechtigkeit für eine Milliarde erkaufen.

Alfred Ill

Alfred Ill  ist in der Stadt ein angesehener Bürger – und er selbst fühlt sich zu Beginn des Stückes auch als zufriedener unschuldiger Bürger. Als er Claire wiedersieht, ist er sich seiner Schuld aus der Vergangenheit nicht mehr bewusst! Ill glaubt, durch Verfälschen der Dinge aus der Vergangenheit die Zachanassian milde zu stimmen und ihr das Geld abgewinnen zu können. Doch er wird nur zu schnell von der Vergangenheit eingeholt, muss dem Richter der damaligen Vaterschaftverhandlung gegenüberstehen seine Schuld erkennen. Von diesem Augenblick an, sehen die Güllener den richtigen Ill und beginnen sich von ihm abzuwenden. Nachdem ihn auch der Pfarrer im Stich lässt, versucht Ill zu fliehen, wird jedoch von den Güllenern davon abgehalten.
Allmählich beginnt Ill seine Schuld sich selbst zu gestehen. Er legt einen Großteil seiner Angst ab, fasst neuen Mut und stellt sich sich der Bürgerversammlung und deren Urteil.
Der Bürgermeister fordert ihn auf, sich selbst zu ermorden, Ill lehnt dies aber ab. Trotzdem ist er bereit, sein Todesurteil anzunehmen, da er dies als einzig gerechte Strafe für sich selbst anerkennt.

Der Bürgermeister

Er verfügt über eine unbestreitbare Autorität (Ansehen). Er repräsentiert die Stadt bzw. die Bürger und deren Anliegen. Er spricht mit den Bewohnern der Stadt, verschweigt ihnen aber aus eigenen moralischen Gründen die damaligen Ereignisse und das Anliegen der reichen alten Dame. Als er im Namen der Stadt das Angebot der Milliardärin ablehnt, zeigt er seine moralische Stärke als Mensch. Doch andererseits hat er Verantwortung seinen Bürgern gegnüber, denen er ein besseres Leben durch die Milliardenspende ermöglichen möchte. Dadurch ist er in einem inneren Konflikt und kommt so auf die Idee, Ill den Selbstmord als beste Lösung für alle vorzuschlagen. Der Bürgermeister erscheint in der Geschichte als einer der wenigen, die den Tod Ills bereuen.

Eigene Meinung:    

In dieser tragischen Komödie zeigt Friedrich Dürrenmatt auf sehr groteske Art und Weise, dass die Welt von Geld regiert wird und unmoralisches Verhalten (in diesem Fall sogar Mord!!) in sittliches Verhalten im Namen der Gerechtigkeit umgedeutet wird. Die Bürger Güllens meinen: Ill als böser Mensch verdient aus Gerechtigkeitsgründen seine Todesstrafe und gleichzeitig haben alle etwas davon –nämlich Reichtum!! Dafür muss Ill aber ermordet werden, was moralisch und gesetzlich verboten ist. Um sich also als Bürger selbst nicht schuldig zu machen, wird Ill anonym in der Bürgerversammlung umgebracht, so dass der einzelne nicht angeklagt werden kann und der Arzt offiziell von “Herzschlag“ als offizieller Todesursache spricht.
 Meiner Meinung nach könnte das Stück auch den Titel tragen: “Geld verdirbt den Menschen“ oder “Jeder muss irgendwann für seine Schuld büßen“

 

Danke auch hier fürs zusenden!!

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Marilyn Monroe Biographie

Mittwoch 9. Januar 2008 von Kevin

 

Marilyn Monroe

eine unsterbliche Diva    Marilyn Monroe Bild

Am 1. Juni 1926 um 9:30 Uhr brachte die rothaarige Filmcutterin Gladys Pearl Parker, geborene Monroe, die kleine Norma Jeane auf die Welt; Vater unbekannt. Aber bereits nach nur zwei Wochen wurde sie zu der Pflegefamilie Albert und Ida Bolender  gebracht. Dort lebte sie sieben Jahre lang und wurde sehr religiös erzogen.
An den Wochenenden entdeckte die kleine Norma in den großen Kinos von Hollywood Jean Harlow als Lieblingsschauspielerin.
Nach mehrfachen Wohnortwechseln kam die zwölfjährige Norma auf Wunsch ihres Vormundes Grace Goddard zu  Edith Ana Atchinson Lower. Diese war nunmehr bereits die vierte Ersatzmutter. Hier erfuhr Norma das erste Mal ein geliebtes Kind zu sein. 

In der High School war sie bei ihren Mitschülern nicht sehr beliebt doch das änderte sich schlagartig mit der Pubertät. Die Wandlung zu einer von vielen beachteten jungen Frau schien ihr eine völlig neue Welt zu öffnen. Als vierzehnjährige, die die Bluse unter dem Busen knotete, erregte sie die Aufmerksamkeit vieler junger Menschen.
Ende 1940 wurde die Odyssee der Wohnsitzwechsel weiter fortgesetzt. Norma Jeane heiratete am 19.6.1942 als sechszehnjährige ihren ersten Freund Jim Dougherty. Bereits im März hatte sie mitten im Schuljahr die High School verlassen und danach nie wieder eine Schule betreten. Die Konsequenz aus diesem Schritt blieb ein lebenslanger Minderwertigkeitskomplex, was Bildung anging.  

Während des Krieges lebte sie 1944 bei der Schwiegermutter in North Hollywood. Dort erhielt sie auch ihren ersten Job; ein typischer Frauenarbeitsplatz in einer Flugzeugfabrik. Zu dieser Zeit entstanden die ersten Fotos von einem Militärfotografen, der Aufnahmen zu Propagandazwecken machte. Sehr zum Missfallen ihres Ehemannes erschienen diese Fotos in Armeeheften und damit begann die blitzartige Karriere als Fotomodell und Werbeobjekt. Im Zuge dieser Werbeaufnahmen musste sie für eine Shampoowerbung ihre Haare blondieren und glätten lassen. So begann der legendäre Aufstieg als
d i e Blondine. Ihre Fotoarbeiten wurden immer erfolgreicher. In dieser Zeit distanzierte sich das junge Covergirl immer mehr von ihrem Vormund Grace die nun endgültig Alkoholikerin geworden war. 
Sie zog einen Schlussstrich unter ihre Tochterrolle und begann eine neue Karriere aufzubauen. Am 13.9.1946 wurde die Ehe mit Jim Dougherty geschieden.

Einige Wochen zuvor, am 23.Juli 1946, unterschrieb Norma Jeane ihren ersten Filmvertrag bei der Twientieth Century FOX. Die Wochengage
( Fixgage) betrug 75 $. Eine Kleinigkeit musste nach Meinung der Filmgesellschaft geändert werden. Nach einigen Bedenken wurde aus Norma Jeane,
Marilyn Monroe.
  
Im Frühjahr 1947 erhielt sie  in dem Film „Scudda Hoo! Scudda Hay!“ ihre erste kleine Rolle.  Ab August 1947 war sie arbeitslos, bildete sich aber auf eigene Initiative hin, in Schauspielkursen weiter. Um sich finanziell über Wasser zu halten, wurde sie sogar Callgirl. Sie schaffte es, im März 1948 einen Vertrag bei Columbia zu erhalten. Sie war am Beginn ihrer Entwicklung zu „Everybody`s Darling“. Großen Einfluss auf ihre späteres Leben, beruflich wie privat, nahm die autoritäre Schauspiellehrerin Natasha Lytess. Der Film  „Ladies of the Chorus“ zeigte auch ihr Gesangstalent. Das Engagement für Columbia dauerte nur bis Ende September 1948. In den nun folgenden Monaten war sie nur für Werbeaufnahmen tätig; sensationell waren die 1949 produzierten Aktaufnahmen von denen heute nur noch zwei erhalten sind und die in der ersten Playboyausgabe im Dezember 1953 für einen Skandal sorgten. 
Der Kurzeinsatz  im Oktober 1949 in dem Film „Asphalt Jungle“, unter der Regie von John Huston, brachte für Sie den entscheidenden Durchbruch. In diesem und dem folgendem Jahr drehte sie 5 weitere Filme u.a. „All about Eve!“  Doch der Erfolg war zweischneidig, denn er legte Marilyn weiter fest auf die Rolle einer, für die damalige Zeit, pikanten Beigabe.

In der Zeit zwischen 1950 und 1955 war sie, durch einen Knebelvertrag wieder bei FOX gebunden, auf dem Höhepunkt ihrer Filmkarriere. Sie drehte Filme wie „Niagara“ , „Blondinen bevorzugt“, „Wie angelt man sich einen Millionär ?“, „Fluss ohne Wiederkehr“, und „Das verflixte siebte Jahr“ . In diesem Film entstand das unvergessene Foto, das Marilyn mit wehendem weißem Rock über der U-Bahn Lüftungsanlage zeigt. Dieses Foto wurde schlichtweg  d a s bildliche Marilyn Zitat.
Diese Jahre festigten ihren Ruf als scheinbar „dumme Blondine“. In einer von Marilyn erfundenen Dialogpassage sagte sie: „Ich kann schlau sein, wenn es darauf ankommt, aber die meisten Männer mögen das nicht.“  
Mit dem Lied „Diamonds are a girls best friends“ beschrieb sie das Frauenbild der fünfziger Jahre in Amerika.

Am 14.1.1954 heiratete sie den ehemaligen Baseballstar Joe DiMaggio. Mit diesem war sie bereits seit mehr als zwei Jahren liiert. Wie viele andere Stars unterstützte sie als Truppenbetreuung die Regierung in Kriegzeiten. Während des Koreakrieges sang sie in einer Show live vor siebzehntausend Soldaten.
Damals nahm Marilyn immer höhere Dosen von Beruhigungsmitteln, um schlafen zu können und den Streitereinen mit DiMaggio aus dem Wege zu gehen. Der gewalttätige Ehemann wollte seine Ehefrau an die Küche binden. Schlussendlich wurde dann 1955 die Ehe geschieden. Bemerkenswert war, dass eben dieser DiMaggio bis zu ihrem Tod ihr bester und zuverlässigster Freund blieb.

Es begann ein einjähriger Aufenthalt und Filmpause in New York.
In dieser Zeit gab sie bekannt, dass sie eine eigene Filmfirma zusammen mit ihrem langjährigen Bekannten, Milton Green gründen will. Grund für diesen Schritt war u.a. der Versuch mehr Einfluss auf die Filme zu bekommen, in denen sie spielte. Ihre schauspielerischen Fähigkeiten verbesserte sie bei dem Schauspielerlehrer Lee Strasberg im Actor`s Studio. Sie wurde außerdem von der Familie Strasberg, nunmehr war sie  neunundzwanzig, als Familienmitglied „adoptiert“. Mittlerweile entwickelte sich die Kombination von Tabletten und Alkohol zu einem gefährlichen Gift für Marilyn. Aber die behandelnden Ärzte merkten nichts davon oder wollten nichts davon wissen. Beruhigungsmittel waren in diesen Jahren unbeschränkt in jeden Drugstore zu erhalten. Kaum Erleichterung ihrer Probleme schaffte die Arbeit mit ihrer Psychoanalytikerin, sie verstärkte eher ihre Anspannungen.

Nachdem Marilyn einen Film in den winterkalten Wüsten von Phoenix drehte, wurde sie sehr krank. In dieser Zeit besuchte der Drehbuchautor Arthur Miller sie ziemlich oft. Ihm wurde klar, dass Marilyn in sehr brauchte und am 29.7.1956 wurden sie getraut. Ein paar Tage später reisten die beiden nach England, zum Beginn der Drehaufnahmen ihres ersten Filmes mit ihrer eigenen Filmfirma. In den nächsten fünf Jahren drehte sie weitere fünf Filme u.a. „Bus Stop“, „The Prince and the Showgirl“ und „Manche mögen´s heiß“. Nach Beendigung der Arbeiten zu „Some like it hot“ ( Manche mögen´s heiß) erlitt sie die zweite Fehlgeburt. Trotz ärztlicher Betreuung nahm der Tablettenkonsum stark zu. 
Die Arbeiten zu dem Film „The Misfits“ (Nicht Gesellschaftsfähig) sollte die bereits zerrüttete Ehe wieder festigen. Am Ende kam Marilyn zu der Erkenntnis: Mein ganzes Leben habe ich Marilyn Monroe gespielt, Marilyn Monroe, Marilyn Monroe. Immer habe ich versucht, alles besser zu machen, und was ist das Ergebnis: Ich spiele doch nur die Imitation meiner selbst. Ich möchte so gern etwas anderes tun. Das war es, was mich zu Arthur hinzog(………) Als ich ihn heiratete, hatte ich die Vorstellung, dass ich es schaffen würde, durch ihn von Marilyn Monroe wegzukommen, und nun bin ich wieder da und mache wieder dasselbe.
Am 20.1.1961 wurde die Ehe mit Arthur Miller geschieden.
Im Februar 1961 versank die Schauspielerin in so große Depressionen, dass sie von ihrer Analytikerin in eine geschlossene psychiatrische Anstalt eingeliefert wird. In dieser für sie absolut hilflosen Lage, schaffte es allein ihr Exmann DiMaggio sie aus der Klinik herauszuholen. In den nächsten Monaten wurde dieser zu ihrem wichtigstem Vertrauten. In dieser Zeit durchlebte sie eine große gesellschaftliche Berg-  und Talfahrt, die am Ende in einer heftigen Affäre mit dem Präsidenten der USA John F.Kennedy ihren Höhepunkt fand.

Die Feiern zu ihrer Golden Globe Verleihung am 3.3.1962 zeigten der Welt eine von Alkohol und Medikamenten körperlich und seelisch zerstörten Marilyn Monroe. Damit setzte die vollständige Abhängigkeit zu ihrem Psychiater Dr. Greenson ein, der sie in den folgenden Monaten mit unvorstellbaren Mengen an Medikamenten behandelte.
Neben aller persönlichen und rechtlichen Schwierigkeiten mit der Twentieth Century Fox, begannen am 23.4.1962 die Arbeiten zu ihrem letzten und nicht zu Ende geführten Film „ Someting´s Got to Give“. Unvergesslich ist ihr grandioser Auftritt im Madison Square Garden am 17.5.1962  zur Geburtstagfeier von John F. Kennedy.
Da die FOX wirtschaftlich sehr angeschlagen, Marilyn nur als Vorzeigeperson  in einem schwachen Film missbrauchte, wurden die Dreharbeiten von rechtlichen Streitereien behindert. Eingefügt in die Filmarbeiten waren die Fotoarbeiten mit dem Fotografen Bert Stern, die später unter dem Titel „The Last Sitting“ veröffentlicht werden sollten.

Nur wenige Menschen wussten, dass Marilyn Monroe und Joe DiMaggio in aller Stille am 8.August 1962 wieder heiraten wollten.

Am 5.August 1962 verstarb Marilyn Monroe.

Der plötzliche Tod
(Textübernahme)

Die Zweifel an einer Selbstmordthese und die Vermutungen zu ihrem Tod sind Teil des Mythos „Marilyn Monroe“. Folgende Theorien sind in Laufe der Jahre konstruiert worden.
Der Kennedy-Clan sei Auftraggeber eines Mordes gewesen, weil Marilyn zuviel über die Geheimpolitik der Brüder John und Robert wusste und sie erpressen wollte. Dies ist die häufigstem vertretene These.
Robert Kennedy habe sie ermorden lassen, da die unglückliche Schauspielerin ihm private Schwierigkeiten machte. Ein Schriftsteller geht sogar soweit zu behaupten, dass der Justizsenator sie eigenhändig umgebracht habe.
Die Mafia habe sie am Tag eines angeblichen Treffens mit Robert Kennedy getötet, bei dem er Marilyn fallen ließ. Man habe sich am Justizsenator rächen wollen, weil dieser den Gewerkschaftsboss James Hoffa wegen Mafia Kontakten verfolgte. Der Mordverdacht sollte auf die Präsidentenbrüder gelenkt werden.
Der CIA-Geheimdienst habe sich der Mafia bedient, um den Kennedys zu schaden. 
  All diese Annahmen beschäftigen bis heute  die Medien und die Menschen weltweit; sie haben aber dazu geführt das der Welt ein ewiger Mythos erhalten bleibt, das naive göttliche Geschöpf – eine Diva, die eigentlich ein Mädchen blieb, Marilyn Monroe.

 

Danke ans zusenden an Diego!

 

 

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