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Inhaltsangabe Die Welle von Morton Rhue

Mittwoch 9. Januar 2008 von Kevin

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Die Welle

Inhaltsangabe Die Welle

 

Der Roman „ Die Welle“ (Orginaltitel: „The Wave“) handelt von einem Geschichtslehrer an einer amerikanischen Highschool, der mit seiner Klasse ein Experiment durchführt, dass zeigen soll, wie der Nationalsozialismus entstehen konnte. Das Buch ist in 17 Kapitel unterteilt.
Es beginnt im Redaktionsbüro der Gordon High School, wo die Chefredakteurin Laurie Sanders versucht, einen Artikel für die „Ente“ (Schülerzeitung der Gordon High), zu schreiben. Bei ihr ist ihre beste Freundin Amy Smith.


Danach beginnt die Geschichtsstunde bei Mr. Ross. Er möchte seinen Schülern einen Film, über das NS-Regime zeigen. Bei der Rückgabe der Hausaufgaben regt er sich über die schlechte Arbeitshaltung mancher Schüler auf. Der Film handelt von den Verbrechen der Nazis, insbesondere von den Vernichtungslagern. Nach Ende des Filmes bleiben die Schüler verstört auf ihren Plätzen, anstatt wie sonst einfach den Klassenraum zu verlassen. Es kommen Fragen auf, zum Beispiel, wie die Menschen behaupten können, dass sie alle nichts gewusst haben. Ben Ross versucht ,das Verhalten zu erklären und stößt dabei nur auf Ablehnung und Unverständnis. Nach dem Unterricht gehen die Schüler in die Cafeteria. Laurie möchte mit ihrem Freund David über den Film reden, doch er blockt dieses Gespräch ab.
Am Abend denkt Ben Ross noch lange über die Fragen der Schüler nach, kann aber keine zufrieden stellenden Antworten darauf finden. Plötzlich kommt er auf die Idee, mit den Schülern ein Experiment durchzuführen, das ihnen ein Gefühl für eine Situation wie im dritten Reich geben soll.
Am nächsten Morgen schreibt Ben Ross in großen Buchstaben „ MACHT DURCH DISZIPLIN“ an die Tafel. Er erläutert seiner Klasse, dass Erfolg und Macht nur durch absolute Disziplin erreicht werden können. Der erste Schritt sei eine aufrechte Haltung. Er lässt Amy die gewünschte aufrechte Haltung demonstrieren. Danach sollen alle die Haltung einnehmen. Sogar Robert Billings, der Klassenschwächste, der eigentlich nie dem Unterricht folgt, macht mit Begeisterung mit. Nachdem sie die richtige Haltung erlernt haben, müssen die Schüler lernen, präzise Befehle ihres Lehrers möglichst schnell durchzuführen. Außerdem werden Verhaltensregeln aufgestellt. Zum Beispiel müssen sich die Schüler bei jeder Antwort, die sie geben müssen, neben ihrem Pult gerade hinstellen und der Lehrer darf nur noch mit Mister Ross angeredet werden. Die meisten der Schüler sind begeistert von den Methoden, die ihr Lehrer anwendet. David ist ganz ergriffen von dem, für ihn neuen, Gruppengefühl. Er möchte versuchen, dieses Gruppengefühl der eigentlich sehr unerfolgreichen Football-Mannschaft zu übermitteln. Am Abend erzählt Ben Ross seiner Frau von dem Erfolg, den sein Experiment hatte. Als Ben Ross am nächsten Morgen die Klasse betritt, wundert er sich über die Ruhe und die Aufmerksamkeit seiner Schüler, spontan entscheidet er das Experiment weiterzuführen. Er ergänzt seinen Tafelanschrieb der letzten Stunde durch die Worte „MACHT DURCH GEMEINSCHAFT“. Nach der Erläuterung des Mottos führt Ross seine Klasse in den Gruß und das Symbol der Welle ein. Nachdem Unterricht ist David wieder so begeistert, dass er meint, dass die Grundsätze der Welle die Leistungen der Mannschaft verbessern könnten. Deshalb erklärt er seinen Mannschaftsmitgliedern die Slogans der Welle.
Beim Abendessen erzählt Laurie Saunders ihren Eltern von den drastischen Veränderungen der Welle. Ihre Mutter ist sehr skeptisch und hält die neuen Methoden der Welle für Manipulation. Ihr Vater dagegen findet die Welle gut, da er meint, dass eine Verbesserung der Arbeitshaltung gut für die Kinder sei. Laurie verteidigt zwar ihren Geschichtslehrer noch, dennoch hat die Kritik ihrer Mutter Zweifel an dem Experiment in ihr hervorgerufen.
Als Ben Ross am Abend mit seiner Frau über die Welle redet, warnt sie ihn, nicht ein Opfer seines eigenen Experiments zu werden.
Am nächsten Morgen treffen sich Laurie und David, wie jeden Morgen, auf dem Schulweg. David erzählt begeistert von den Chancen der Football-Mannschaft, die sie durch die Welle hat. Laurie erläutert ihm jedoch die Kritik, die ihre Mutter geäußert hat. Darauf reagiert David sehr gereizt. Um keinen Streit hervorzurufen, versucht Laurie vom Thema abzulenken.
In der Geschichtsstunde verteilt Ben Ross der Klasse Mitgliederkarten. Einige, die „Helferkarten“, sind mit einem Roten X gekennzeichnet. Laurie ist verärgert über die Einteilung und möchte dafür eine Erklärung. Mr. Ross sieht darin einen Regelverstoß und schreibt danach noch ein neues Motto an die Tafel. „MACHT DURCH HANDELN“ Außerdem erzählt er den Schülern, dass die Welle nun eine selbstständige Organisation sei. Langsam spürt Ben Ross, dass aus seinem Spiel nun purer Ernst geworden ist und, dass durch das hohe Engagement der Schüler die Zahl der Mitglieder steigen wird.
Ben Ross bemerkt außerdem, dass sich die Arbeitshaltung seiner Geschichtsklasse enorm verändert hat. Alle seiner Schüler versuchen, möglichst gut und diszipliniert zu arbeiten.
Die Welle bekommt immer mehr Mitglieder. Viele Schüler nehmen freiwillig am Geschichtsunterricht von Ben Ross teil. Dadurch fühlt sich der Lehrer in seiner Unterrichtsmethode bestätigt und denkt, er habe einen Weg zur Lösung von Verhaltensproblemen entdeckt
Als Laurie zu Hause ist, fragt ihre Mutter besorgt nach dem Fortschritt der Welle. Mrs. Saunders erzählt, dass sie Mrs. Billings getroffen habe und sie habe ihr erzählt, wie glücklich sie über die Veränderung ihres Sohnes Robert, die die Welle hervorgerufen habe, sei. Lauries Mutter ist besorgt, dass sich die Welle zu einer Art Sekte entwickeln würde.
Am nächsten Tag wird Ben Ross zum Schuldirektor Owens gerufen, der mehr über die Welle erfahren möchte. Ross erzählt ihm stolz von den positiven Veränderungen der Schüler. Er versichert gegenüber dem Direktor, der Proteste der Eltern befürchtet, dass er alles unter Kontrolle habe.
Im Redaktionsbüro der „Ente“ findet Laurie einen anonymen Brief. Darin schildert ein jüngerer Schüler, wie Mitglieder der Welle ihn mit Drohungen für die Bewegung zu werben versucht haben. Seine Freunde seien auch schon beigetreten und sie nötigen ihn auch beizutreten.
Überall in der Schule laufen Vorbereitungen für eine Versammlung, die am Nachmittag stattfinden soll. Viele Mitglieder der Welle werben mit Postern, Flugblättern und Fahnen für die Organisation. Plötzlich bemerkt Mr. Ross, dass Robert Billings ihn ständig verfolgt. Als Ross ihn darauf anspricht, bietet Robert ihm seine Dienste als Leibwächter an. Nach kurzem Zögern willigt Ben Ross dem Angebot ein.
Laurie denkt am Nachmittag immer noch darüber nach, ob sie zu der Versammlung am Nachmittag gehen soll. Auf einmal hört sie einen heftigen Kampf zweier Jungen. Als ein Lehrer sie trennt brüllt einer der Jungen wütend die Mottos der Welle. Von David erfährt sie, dass es ein Junge namens Deutsch war, der verprügelt wurde, weil er ein Außenseiter und im Football-Team ein Rivale von Brian sei. Laurie ist gegen Davids Glauben an die Welle. Sie beginnen wieder zu streiten.
Plötzlich weiß Laurie genau, dass sie nicht zu der Versammlung gehen will. Um dem Lärm der Versammlung zu entkommen, flieht sie sich in das Redaktionsbüro der Ente. Dort trifft die Alex und Carl, zwei weitere Gegner der Welle, die sie aufheitern wollen, indem sie die Welle ins Lächerliche ziehen.
Am Abend erfährt Laurie von ihrem Vater, dass nach der Veranstaltung ein Junge zusammengeschlagen wurde, der sich kritisch gegenüber der Welle geäußert hatte und ihr nicht beitreten wollte, außerdem ist er Jude. Laurie ist über diesen schrecklichen Vorfall entsetzt und verspricht ihrem Vater, das sie etwas gegen die Welle tun werde.
Laurie hat es eilig ihre Freundin Amy am Nachmittag beim Football-Spiel zu treffen, um mit ihr über Davids Verhalten zu sprechen. Auf ihrem Weg zur Tribüne wird sie aufgehalten und dazu aufgefordert, den Gruß der Welle zu machen. Anstatt dies zu tun, verlässt sie lieber den Platzt und schreibt zu Hause einen Artikel über die Welle.
Beim Redaktionstreffen der Ente sind nur Alex, Carl und Laurie anwesend, alle anderen sind Mitglieder der Welle geworden. Sie tragen Material zusammen und beschließen die Zeitung sofort drucken zu lassen.
Als sie Amy am nächsten Morgen in der Bibliothek trifft und ihr den Artikel über die Welle zum Lesen gibt, ist ihre Freundin empört darüber und fordert Laurie dazu auf den Artikel nicht zu veröffentlichen. Kurz nach dem Erscheinen der Zeitung ist sie schon vergriffen und der Inhalt hat sich schnell über die gesamte Schule verteilt. Ben Ross ist schockiert über den Artikel, indem von den Überfällen auf die Nicht-Mitglieder der Welle die Rede ist.


Plötzlich fragt er sich selber, ob er der Diktator seines eigenen Experimentes geworden sei. Die Mitglieder sind ebenfalls empört und sehr verärgert über die Kritik, die Laurie äußert.
Am Nachmittag dieses Tages findet Ben Ross Frau Christy ihren Mann wieder vertieft in Büchern über das NS-Regime. Sie wirft ihm vor, er nehme die gesamte Aufruhe in der Schule, die die welle verursacht hat, nicht war. Außerdem sei er beim Direktor vorgeladen sei.
Nachdem Laurie und die anderen den Erfolg der Zeitung gefeiert haben will sie nach Hause gehen. Ihr ist unwohl in den dunklen und leeren Fluren. Als sie an ihrem Schrank angekommen ist, kann sie deutlich erkennen, dass jemand mit roter Farbe das Wort „Feindin“ an ihren Schrank geschmiert hat. Sie glaubt, verfolgt zu werden und verlässt panisch die Schule durch den Notausgang. Auf ihrem Weg nach Hause folgt ihr auf einmal David und möchte mit ihr reden, doch Laurie blockt ab.
Als er sie nicht in Ruhe lässt, schreit sie ihm ins Gesicht, sie hasse die Welle und alle ihre Mitglieder und Anhänger. Daraufhin stößt David sie voller Zorn auf den Boden. Als er sie inmitten ihrer auf dem Boden verstreuten Bücher sieht, realisiert er erst, was er getan hat. Voller Reue hilft er ihr wieder auf die Beine und bittet sie um Verzeihung.
Am späten Abend versucht Christy Ross ihrem Mann die Augen zu öffnen, dass er die Welle umgehend beenden muss. Ihre Warnung, dass der Direktor auf ein sofortiges Ende bestehen wird und dass vielleicht sogar sein Job auf dem Spiel steht, leuchtet ihm ein das Experiment so schnell wie möglich zu beenden. Da erscheinen am späten Abend Laurie und David bei Mr. Ross. Sie bitten ihn, die Welle zu beenden, da sie schon viel Schaden angerichtet hat und nicht noch mehr anrichten soll. Sie willigen zögernd ein, als Ben Ross um ihr Vertrauen bittet und sie auffordert normal den Unterricht zu besuchen. Sie nennen ihm die Namen von Alex und Carl, weil er zwei Nicht-Mitglieder der Welle für seinen Plan benötigt.  
Am nächsten Morgen wird Ben Ross, wie erwartet, zum Direktor gerufen. Dieser kritisiert ihn heftig, dass er das Experiment zu weit getrieben habe. Der Direktor stellt ihm ein Ultimatum, dass er das Experiment noch am selben Tag beenden solle. Ben Ross bittet seine Schüler nach dem Unterricht zu einer Versammlung, bei der der Führer der Bewegung mit ihnen sprechen wolle. David und Laurie sind entsetzt über den scheinbaren Verrat ihres Lehrers. Sie wollen die anderen Schüler warnen. Anstatt sie reden zu lassen, bringt Ross Laurie und David zu Direktor Owens. Als die beiden am Nachmittag noch einmal über die Situation nachdenken, wird ihnen klar, wie isoliert sie sind.
Laurie erinnert David an den Tag, an dem sie den Film geschaut haben und sie meinten, so etwas könne sich nicht wiederholen. Jetzt ist Laurie voll entschlossen, zu der Versammlung zu gehen und überredet David auch dazu.
Am Nachmittag findet die Versammlung statt und der Saal ist voll. Ben Ross kündigt den Führer an. Die Bildschirme bleiben lange leer. Der Protest eines Jungen, dass es ja gar keinen Führer gäbe, wird sofort unterdrückt und der Junge aus dem Saal geschleift.
Doch mit dem Stichwort, dass sie doch einen Führer haben, öffnet Carl den Vorhang und Alex schaltet den Projektor ein. Es erscheint ein großes Bild von Adolf Hitler. Die Schüler können es nicht fassen, als Ben Ross ihnen den Zusammenhang zwischen der Welle und der Hitler-Jugend erklärt. Er entschuldigt sich bei seinen Schülern für diese schmerzhafte Erfahrung, die erleiden mussten und die auch er erleiden musste. Die Schüler sind erschüttert und erschrocken über die Vorfälle der letzten 5 Tage. David versucht, seinen Freunden über den Schock hinwegzuhelfen.
Ben Ross weiß, dass es einen Jungen gibt, den es wirklich schwer getroffen hat. Er kümmert sich um Robert Billings, und will auch für ihn in Zukunft da sein, da es für Robert schwer ist von der Welle loszulassen, da er das erste Mal Gefühl hatte dazuzugehören.

Kategorie: Die-Welle, Inhaltsangaben | 75 Kommentare »

Inhaltsangabe zu “Der Verdacht” von Friedrich Dürrenmatt

Mittwoch 9. Januar 2008 von Kevin

Inhaltsangabe zu "Der Verdacht" von Friedrich Dürrenmatt es ist die Realschulpflichtlektüre 2008

 
++++ Achtung Achtung Schüler!!! ++++

Unter folgender Adresse findet ihr noch mehr Inhaltsangaben (ca. 20!!), Charakterisierungen und Interpretationen zu Der Verdacht von Dürrenmatt!

Der Verdacht Übersichtsseite

Besucht auch das Forum zu Der Verdacht

Inhaltsangabe November 1948, der Schweizer Kriminalkommisär Hans Bärlach liegt nach einer schweren Magenoperation in einem Krankenhaus in Bern, in dem auch sein Freund, der Arzt Samuel Hungertobel, arbeitet. Der schon betagte Bärlach stößt während seines Krankenhausaufenthaltes in der amerikanischen Zeitschrift Life auf einen Bericht aus dem Jahre 1945 über den KZ-Arzt Nehle des Lagers Stutthof. Dieser hat Häftlinge ohne Narkose operiert und dadurch kaltblütig und brutal ermordet. Hungertobel fällt nachdem Bärlach ihm die Zeitschrift gezeigt hat früh die Ähnlichkeit zu seinem ehemaligen Studienkollegen Emmenberger, der jetzt eine hochexlusive Klinik in Sonnenstein betreibt, auf. 

 

Da aber Hungertobel seinen Verdacht nicht wahrhaben will, klammert er sich an das Alibi, dass Emmenberger während des 2. Weltkrieges in Chile forschte und großartige Artikel für medizinische Zeitschriften schrieb - also nicht mit Nehle identisch sein kann. Bärlach spürt aber einen Zusammenhang. Da fällt Hungertobel ein, dass Emmenberger während des Studiums auch einen Kollegen ohne Narkose operiert hatte, was lebensrettend war, doch schien er dabei eine sadistische Freude gehabt zu haben. Durch Ermittlungen eines ehemaligen Arbeitskollegen erfährt Bärlach, dass Nehle sich schon vor drei Jahren das Leben mit Blausäuretabletten genommen hat. Bärlach lässt heimlich nach einem gewissen Gulliver schicken, um mehr über Nehle zu erfahren. Gulliver ist Jude und ehemaliger KZ Häftling. Er erzählt, dass er von Nehle auch ohne Narkose operiert wurde und als Einziger überlebt hat. Durch ihn erfährt Bärlach, dass alle Opfer Nehles freiwillig zu ihm kamen, weil er ihnen als Gegenleistung, wenn sie überlebten, die Freiheit versprach. Gulliver fotografierte Nehle heimlich bei einer seiner brutalen Operationen und ließ das Foto in "Life" veröffentlichen. Nach der Unterhaltung mit Gulliver und durch Akten über Nehle fallen dem Kommissär immer mehr Eigentümlichkeiten auf. Zum einem das absolut identische Aussehen Nehles und Emmenbergers. Sie haben nicht nur die gleiche Haar- und Augenfarbe, gleiche Gesichtszüge und den gleichen Körperbau, sondern auch an der linken Augenbraue die gleiche, eigentümliche Narbe und am linken Unterarm eine handbreite Brandnarbe.

 

Da Emmenbergers medizinische Fachartikel, die er in Chile verfasste, reichlich unbeholfen sind, obwohl er zu Studienzeiten eine gewandte Feder führte, kommt Bärlach zu der Spekulation, dass nicht Emmenberger in Chile war, sondern Nehle unter dessen Namen, während Emmenberger unter des anderen Namen in Stutthof war. Er kommt zu diesem Schluss, da Nehle zwar schon von der Studienzeit an ein hervorragender Fachmann war, jedoch Mühe in den alten Sprachen und der Mathematik hatte und deswegen auch die Prüfung nicht bestand. Kommissär Bärlach verbindet die Unbeholfenheit der Artikel mit Nehle und die Operationen ohne Narkose im KZ Stutthof mit Emmenberger. Aus seinen Nachforschungen ergibt sich eine weitere Spekulation: Der aus Chile zurückgekehrte Nehle wurde von Emmenberger, der aus Stutthof, wo er den Namen Nehle führte, in die Schweiz zurückkehrte, getötet. Es werden noch viele andere Spekulationen aufgestellt, doch für Bärlach sind nur diese beiden von Interesse.

Bärlach wird von seinem Freund Fortschig besucht, dem Inhaber, der kleinen, kritischen Zeitung ,,Apfelschuss". Bärlach verfasst einen Artikel über einen KZ-Arzt, dessen Namen er nicht erwähnt. Fortschig soll ihn unter seinem Namen veröffentlichen. Als Gegenleistung verspricht er dem mittellosen Fortschig eine Reise nach Paris und eine hohe Auflage des ,,Apfelschuss" auf seine Kosten. Nebenbei bittet er den Redakteur, den ,,Apfelschuss" mit dem entsprechenden Artikel an sämtliche Krankenhäuser des Landes zu versenden. Fortschig, der die wahren Gründe für Bärlachs großzügiges Angebot nicht weiß, geht auf dessen Wunsch ein. So will Bärlach Emmenberger aufmerksam machen. Um Fortschig dadurch nicht zu gefährden, will er diesen nach Paris schicken.

Zu Silvester bringt Hungertobel seinen todkranken Freund auf seinen Wunsch nach Sonnenstein. Dieser meldet sich unter einem anderen Namen an. Schon bei der Ankunft fällt Bärlach ein ,,Zwerg" auf, der sich in der Klinik versteckt hält, dessen Existenz aber vom Krankenhauspersonal geleugnet wird. Bärlach wird von Emmenberger untersucht und macht dabei immer wieder Andeutungen über dessen KZ-Vergangenheit. Er versucht Emmenberger dadurch einzuschüchtern, was aber nicht zu klappen scheint. Danach wird Bärlach auf sein Zimmer gebracht, wo er erst 5 Tage später wieder aufwacht. Vor ihm steht die Geliebte von Emmenberger, Frau Dr. Marlok. Sie erzählt ihm, dass die Klinik seine wahre Identität und sein Vorhaben kennt. Neben seinem Bett entdeckt Bärlach den ,,Apfelschuss" mit seinem Artikel und die Todesanzeige von Fortschig. Ihm wird klar, dass Emmenberger seinen Freund töten ließ. Als einziger Verdächtiger kommt der ,,Zwerg" in Frage. Wenig später bestätigt Emmenberger Bärlachs Verdacht. Er spottet über die Naivität des Kommissärs und verrät ihm, dass er vorhat, auch ihn bei vollem Bewusstsein zu operieren. Genau um sieben Uhr soll die Operation stattfinden. Hungertobel will er durch den ,,Zwerg" beseitigen lassen. Für Bärlach vergehen Stunden voller Angst und Panik. Kurz vor seiner Operation betritt plötzlich Gulliver mit dem ,,Zwerg" auf dem Arm sein Zimmer. Er erklärt dem geschockten Bärlach, dass er Emmenberger gezwungen hat, sich das Leben durch Blausäuretabletten zu nehmen und dass der ,,Zwerg" sein alter Gefährte aus dem KZ ist, den Emmenberger als Werkzeug benutzt hat. Überglücklich verlässt Bärlach Sonnenstein. Vor der Klinik wartet Hungertobel, um ihn nach Bern zurückzubringen…

 

 Copyright 2008 by Kevin Görner

Kategorie: Der Verdacht von Dürrenmatt, Inhaltsangaben | 95 Kommentare »

Inhaltsangabe Das Versprechen von Friedrich Dürrenmatt

Mittwoch 9. Januar 2008 von Kevin

Das Versprechen von Friedrich Dürrenmatt

                   

Inhaltsangabe

Das Versprechen handelt vom Schicksal eines begabten Kriminalkommissars, dem ein Mord und seine Aufklärung große Schwierigkeiten einbringen.

Ein Schriftsteller gibt eine schlechtbesuchte Lesung  über Kriminalromane in Chur. Da er nicht schlafen kann, geht in die Bar seines Hotels. Dort trifft er auf Dr.H., den ehemaligen Kommandant der Kantonspolizei Zürich. Die beiden kommen ins Gespräch und am nächsten Tag fahren sie zusammen mit dem Auto nach Zürich. Zwischendurch halten sie an einer alten schäbigen Tankstelle vor der ein heruntergekommener Tankwart sitzt. In dem angrenzenden Wirtshaus trinken sie Kaffee. Die Geschichte zu diesem Tankwart, der ein ehemaliger Oberleutnant von Dr.H ist, erzählt der Kommandant ihm auf der weiteren Fahrt.

Eigentlich soll Kriminalkommissar Matthäi, der eine steile Karriere hinter sich hat, jetzt nach Jordanien versetzt werden, um dort ein ehrenvolles Amt zu übernehmen.
 
Als er gerade dabei ist seinen Schreibtisch aufzuräumen, bekommt er einen Anruf aus Mägendorf, einem Dörfchen in der Nähe vom Zürich: der Hausierer von Gunten teilt ihm mit, er habe im Wald die Leiche eines Mädchens gefunden.

Obwohl sein Flug schon in drei Tagen geht, fährt er nach Mägendorf und findet die Leiche Gritli Mosers, die mit einem Rasiermesser grausam von einem unbekannten verstümmelt wurde. Als er auf die erschütterte Mutter des Gritli Moser trifft, verspricht er ihr nicht aufzugeben, bis er den Mörder ihrer Tochter gefunden hat.

Die Mägendorfer halten den Hausierer von Gunten für den Täter und wollen Selbstjustiz ausüben. Nur mit Mühe kann Matthäi sie in letzter Minute davon abhalten. Seine Kollegen jedoch, die den Fall  möglichste schnell lösen wollen, ringen von Gunten in einem Verhör unter Druck ein Geständnis ab. Kurz danach erhängt er sich jedoch in seiner Zelle.

Matthäi, der nicht an die Schuld des Hausierers glaubt, will sein Versprechen halten, auch wenn ihm dass einige Probleme bringt. Seinen Flug nach Jordanien lässt er platzen und kümmert sich, gegen den Willen seiner Vorgesetzten, um die Aufklärung des Falles, weil er überzeugt ist, dass der Mörder noch frei herumläuft. Da es auch in den Kantonen Schwyz und St. Gallen zwei Mordfällen gleicher Art gab, sieht er weitere Kinder in Gefahr. Seine Recherchen muss er jedoch privat führen, denn für seine Kollegen  ist der Fall abgeschlossen.

Als erstes besucht er die Klasse der ermordeten Mädchens. Dort findet er heraus, dass Gritli ihrer besten Freundin von einem Riesen erzählte, der ihr kleine Schokoladeigel schenkte. Außerdem entdeckt er eine Zeichnung von Gritli auf der ein Riese, ein großes, schwarzes Auto, Kügelchen mit Stacheln und ein seltsames Tier mit Hörnern darauf zu sehen sind. Den Riesen hält der Kommissär für den Mörder. Über diese Zeichnung spricht Matthäi mit einem Psychiater, der die Zeichnung aber nicht genau deuten kann, aber der Arzt hält es für möglich, dass ein Mann mit einem Hass auf Frauen diese furchtbaren Morde begangen haben könnte.

Als Matthäi nach langem Suchen, im Zoo das Tier mit Hörnern auf der Zeichnung als Steinbock, das Wappentier Graubündens, erkennt, mietet er sich dort eine alte Tankstelle. Er ist überzeugt, dass der Mörder eines Tages, mit einem großen, schwarzen Auto dort vorbeikommt .Für den Haushalt engagiert er eine Frau, Frau Heller mit deren kleiner Tochter Annemarie, die große Ähnlichkeit mit den drei ermordeten Mädchen hat. So will er dem Mörder eine Falle stellen und Annemarie soll ihm als Köder dienen. Jeder Kunde, der sich mit ihr unterhält, wird von dem Kommissar beobachtet und jede auffällige Autonummer notiert.

Nach den großen Ferien sieht Matthäi Annemarie einmal mit Schokoladetrüffel am Waldrand sitzend. Sie hat geschwänzt und nach einiger Zeit erzählt sie ihm widerwillig, dass sie auf den Zauberer warte. Da er in den Schokoladetrüffeln, die Schokoladenkügelchen von der Zeichnung erkennt, sieht er sich jetzt seinem Ziel ganz nahe. Mit Hilfe seines ehemaligen Chefs organisiert eine totale Überwachung des Waldstücks. Annemarie geht jeden Tag dort hin und wartet auf den Zauberer, der jedoch nicht mehr kommt. Die Überwachungsaktion wird daraufhin, von den wütenden Beamten abgebrochen, da sie nichts zu bewirken schien.

Matthäi jedoch wartet weitere Jahre, obwohl sich keine ähnlichen Morde mehr ereignen. Matthäi verkommt und trinkt. Sein ehemaliger Chef, der Kommandant fährt immer wieder auf ein paar Worte bei Matthäi vorbei, da dieser schließlich früher ein sehr fähiger Polizeibeamte war.

Einige Jahre später kommt der Kommandant wieder zu Matthäi an die Tankstelle um ihm von der Lösung der Falls zu erzählen. Doch die Worte des Kommandanten erreichen ihn nicht mehr, er zeigt keine Regung.

Der ehemalige Kommandant Dr.H erzählt seinem Zuhörer auch wie er zufällig auf die Lösung des Falls stieß:

Eines Tages wird der Kommandant durch den Anruf eines Geistlichen in eine Privatklinik gebeten, da die sterbende Frau Schrott  ihr Gewissen befreien möchte. Sie erzählt, dass sie aus einer wohlhabender Familie stammt. Als ihr Mann stirbt heiratet sie ihren Chauffeur und Hausmeister Albert, der viel jünger als sie ist. Regelmäßig schickt sie ihn mit dem Auto, einem alten schwarzen Amerikaner, nach Zürich. Nach und nach verändert sich jedoch das Verhalten Alberts, was ihr auffällt. Bis sie eines tags blutverschmierte Kleidung und ein Rasiermesser findet. Aus Zeitungsberichten weiß sie von den Morden an den Mädchen. Sie verdächtigt ihn sofort und er gibt die Morde ihr gegenüber auch zu. Wegen dem Ansehen ihrer Familie schweigt sie jedoch, auch als ihr Mann bei einem Autounfall ums Leben kommt. Jetzt möchte Frau jedoch die Wahrheit sagen.

Weitere Links zu Dürrenmatt

Der Verdacht

Inhaltsangabe Der Richter und sein Henker

Friedrich Dürrenmatt Biographie

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