Inhaltsangabe

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Inhaltsangabe Die kaiserliche Botschaft Franz Kafka

Mittwoch 9. Januar 2008 von Kevin

In der Parabel „Eine kaiserliche Botschaft“ von Franz Kafka geht es um einen Kaiser, der einen Untertanen kurz vor seinem Tod eine Botschaft vermittelt.  Der Untertan schein zunächst geeignet, diesen ungenannten Befehl auszuführen, jedoch erfährt man später, dass er an der Masse der Menschen und an dem Weg, der niemals zu enden scheint, scheitert. 
Es gibt 3 mögliche Deutungsversuche: zum einen könnte man Parallelen zu Kafkas Verhältnis zu seinem Vater ziehen, was mir als offensichtlichste Methode erscheint, zum anderen könnte man den Text gesellschaftlich deuten, indem man ihn auf den einzelnen Menschen und die Stellung in der Gesellschaft bezieht und als letzte Möglichkeit, könnte man diese Parabel vielleicht religiös deuten. 
Allgemein kann man sagen, dass der Text in drei Abschnitte unterteilt ist: zunächst erfolgt eine Einleitung, in der der Leser von der Vorgeschichte, d.h. von der kaiserlichen Botschaft erfährt, anschließend wird von seinen Versuchen berichtet, die Aufgabe zu bewältigen und im Schlussteil wird der Leser wieder direkt angesprochen; dazu später mehr. 
Der Text ist nicht aus der Sicht von einem Ich-Erzähler geschrieben, obwohl man sich als Leser meint, dass er trotzdem existiert, denn es werden Personalpronomen wie „Du“ benutzt.  Durch dieses „Du“ wird deutlich, dass vielleicht der Leser selber auf die königliche Botschaft wartet. 
Interessant ist das die Figuren selber keine Namen haben, sondern dass nur die Funktion, die sie ausüben wichtig ist.  Nur die formale Bezeichnung ist wichtig, nicht etwa die Persönlichkeit des Individuums.

Im ersten Teil des Textes wird die dominierende und herrschende Machtposition des Kaisers dargestellt.  Im Gegensatz dazu wird der Untertan als nichtig und „jämmerlich“ beschrieben.  Schon hier ist eine erste Deutung möglich: Kafka ist der jämmerliche, unterlegene Untertan und sein Vater ist der mächtige Kaiser.  Diese Überlegenheit des Kaisers bzw. des Vaters wird durch die folgende Metapher unterstrichen: „vor der kaiserlichen Sonne in die fernste Ferne geflüchteten Schatten“.  Es muss eine Sonne geben, erst dann kann auch ein Schatten existieren; d. h. heißt im übertragenen Sinne, dass Kafka nur dann existiert wenn der Vater lebt; und Franz Kafka auch nur durch in lebt. 
Der Kaiser –der Artikel unterstreicht nochmals seine Unfehlbarkeit- gibt kurz vor seinem Tod auf dem Sterbebett gerade dem Untertan (“gerade dir“) eine Botschaft mit auf dem Weg. 
Im zweiten Satz wird beschrieben, dass der Bote die Nachricht dem Kaiser wieder ins Ohr flüstern muss so dass er sie bestätigen kann.  Hierdurch werden die Rollen der Personen getauscht:  der Untertan muss dem Kaiser etwas sagen.  Die Wichtigkeit dieser Botschaft wird durch das Wiederholen unterstrichen.
Anschließend wird beschrieben, wie der Bote die Nachricht gesagt bekommen hat: nämlich vor einer ganzen Menge an Zuschauern.  Hierbei könnte der gesellschaftliche Deutungsaspekt zur Geltung treten:  durch die Masse wird es dem Individuum schwerer gemacht bestimmte Aufgaben zu erfüllen.  Bei einer großen Masse von Menschen wird der einzelne schneller nervös, als vor einer Person, in diesem speziellen Beispiel vor dem Kaiser.
Obwohl der Bote zunächst als sehr schwach und jämmerlich beschrieben wurde, wird er jetzt als „kräftig und unermüdlich“ tituliert.  Zu dem plötzlichen Wandel kam es, da er mit der Aufgabe an Selbstbewusstsein gewann.  Diese Aufgabe gibt ihm neuen Mut zu handeln und sich gegenüber den anderen Menschen, die ja nicht vom Kaiser durch eine Botschaft betraut wurden, erhabener vorkommt.  Stößt er einmal auf Widerstand so zeigt er die Sonne, die auf seiner Brust ist; damit lässt sich das Hindernis schnell meistern und er kommt schneller vorwärts als jeder andere.  [Sein Vater, hier in der Metapher der Sonne verkörpert, gibt ihm soviel Druck, dass er die Aufgabe einfach schaffen muss???]
Er möchte seine Aufgabe erfüllen, aber er kommt aus dem Labyrinth aus Wohnstätten, Palästen, Höfen und Treppen einfach nicht heraus.  Es fühlt sich gefangen und möchte am liebsten wie ein Vogel frei über die Felder fliegen können.  Auf das Vater-Sohn Verhältnis bezogen, könnte das bedeuten, dass Kafka sich immer eingeengt gefühlt hat und am liebsten seine eigenen unabhängigen Wege gegangen wäre; doch die Mauern, in diesem Fall sein Vater, ließ ihn nicht ausbrechen.  Allgemein könnte man dies noch auf das Individuum beziehen, dass immer wieder versucht aus der Gesellschaft auszubrechen, es jedoch nicht schafft.  Der Traum auszubrechen, (in dem Fall das Fliegen) bleibt jedoch immer bestehen, auch wenn es nie zu realisieren ist.  Der Autor spricht hier den Leser wieder direkt an, in dem er sagt, dass er, also der Bote mit seiner Botschaft, an „Deiner Tür“ kloppt.  Hierdurch könnte deutlich werden, dass man sein Umfeld besser wahrnehmen soll und vielleicht auch mehr auf seine Umgebung achten soll.
Im Laufe der Parabel wird ersichtlich, dass der Untertan seine Botschaft an einen anderen Untertanen weiterzusagen niemals erfüllen kann, da er von vielen Hindernissen und Menschen aufgehalten wird.  Stilistisch ist zu bemerken, dass das Wörter „niemals“ und „nichts“ je zweimal wiederholt werden.  Dies unterstreicht die Ausweglosigkeit, diese Aufgabe kann nicht wirklich erfüllt werden.  Hier kann man sagen, dass Kafkas persönliche Emotionen verarbeitet sind.  Er fühlte sich seinem Vater gegenüber unfähig und unterlegen; er hatte immer das Gefühl zu versagen.
Der letzte Satz ist wieder, wie der erste Satz auch, direkt an den Leser selber gerichtet.  Abgesetzt mit einem Bindestrich wird nun deutlich, dass der Leser von dieser Botschaft träumt.  Jedoch wird auch am Ende das Rätsel, was der Kaiser dem Untertan je gesagt hat, nicht gelöst. 

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Der zerbrochene Krug Inhaltsangabe

Mittwoch 9. Januar 2008 von Kevin

Der zerbrochene Krug“ handelt von dem Dorfrichter Adam, der bei einem nächtlichen Besuch bei Eve den kostbaren Krug der Mutter zerbricht, als er vor dem Verlobten Eves,
dem Ruprecht, flieht. Dieser verletzt ihn jedoch, bevor er entkommen kann. Frau Marthe, denkt später, dass Ruprecht den Krug zerbrochen hat, weil Eve dies am Abend zuvor bezeugt hat.
Deshalb kommt es zum Prozess. Richter Adam versucht mit allen Mitteln abwechselnd Ruprecht und dann dem Flickenschuster Lebrecht, einem Verehrer Eves, das Vergehen anzuhängen, denn Ruprecht sagt vor Gericht aus, er glaube, Lebrecht fliehen gesehen zu haben.
Ruprecht kann überhaupt nicht verstehen, warum Eve ihn bezichtigt, den Krug zerbrochen zu haben. Wo er doch jemand anderen bei ihr gesehen hat. Und deshalb löst er kurzerhand vor Gericht ihre Verlobung auf.
Als der Gerichtsrat Walter auf Wunsch von Frau Marthe die Zeugin Brigitte herbeiholen lässt, wendet sich das Blatt. Denn diese sah am Abend zuvor einen kahlköpfigen Mann aus dem Garten fliehen und fand kurz darauf Abdrücke eines deformierten (missgebildeten) Fußes im Schnee und eine Perücke am Spalier (Gitterwand) des Weinstocks unter Eves Fenster hängen.
Als Richter Adam nun in seiner Verzweiflung versucht, doch noch Ruprecht alles anzuhängen und ihn in den Kerker werfen zu lassen, bricht Eve das Schweigen und schwört, dass Richter Adam den Krug zerbrochen hat, als er am Abend zuvor vor Ruprecht geflohen ist.
Richter Adam merkt nun, dass es keinen Ausweg mehr gibt und flieht aus dem Gerichtssaal. Dabei kann jeder sehen, dass sein rechter Fuß missgebildet ist und da er keine Perücke trägt, sieht man auch die starken Verletzungen am Kopf. Vor Gerichtsrat Walter hat er behauptet, dass diese von einem Sturz herrühren, doch aufgrund der Beweise kommt man zu dem Schluss, dass sie wahrscheinlich von Ruprecht stammen.
Alle Versuche ihn aufzuhalten misslingen jedoch.
Eve erzählt jetzt, warum sie ihre Mutter belogen und die ganze Zeit geschwiegen hat. Richter Adam hat ihr versprochen, Ruprecht vor der Konskription (des is  die Mobilmachung zum Kriegsdienst), die angeblich nach Ostindien gehen soll, zu retten.
Als Ruprecht hört, dass Eve ihn retten wollte und sich deshalb mit Richter Adam getroffen hat, verzeiht er ihr und sie beschließen erneut zu heiraten.
Durch den Gerichtsschreiber Licht, der selber gerne Richter sein möchte, und den Gerichtsrat Walter, der wegen seiner Inspetionsreise anwesend ist, wird nun aufgedeckt, dass der Brief von Richter Adam gefälscht worden ist, um Eve einzuschüchtern. Denn die Konskription soll gar nicht nach Ostindien gehen, sondern im Landesinneren Dienst versehen.
Aufgrund dieser Beweise entscheidet Gerichtsrat Walter, Richter Adam von seinem Amt zu suspendieren und den Gerichtsschreiber Licht als neuen Richter einzusetzen.
Frau Marthe, so entscheidet Gerichtsrat Walter, soll in einer Woche auf den großen Markt nach Utrecht zur nächsten Sitzung der Regierung kommen, damit ihr Krug ersetzt wird.

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Inhaltsangabe zu Der Richter und sein Henker von Friedrich Dürrenmatt

Mittwoch 9. Januar 2008 von Kevin

Der Richter und sein Henker von Friedrich Dürrenmatt

 

Inhaltsangabe

Die Hauptperson des Kriminalromans ist Kommissar Hans Bärlach aus Bern. Bärlach ist ein älterer, an einem Magenleiden erkrankter Mann, der als Kriminalist sehr bekannt ist und schon in vielen Ländern kriminelle Delikte aufgedeckt hat. Der Krimi beginnt mit dem Mord an einem Polizeileutnant aus Bern, namens Ulrich Schmied. Die einzige Spur ist die Kugel eines Revolvers, mit der der Polizist getötet wurde. Das Opfer war ein Kollege Bärlachs und so wird der Fall an den Kollegen und gleichzeitigen Vorgesetzten weitergegeben. Schmied war ein sehr guter Kriminalist, der ebenfalls einen guten Ruf genoss.

Durch seinen Erfolg war er sehr reich, hatte ein schönes Mädchen und einen teuren Wagen. Durch seinen guten Ruf kamen jedoch auch viele gute Kriminalisten zu kurz und waren neidisch. Dies weiß auch Bärlach. Er hat gleich den Verdacht, einer dieser Polizisten, die immer in Schmieds Schatten standen, könnte der Mörder sein. Zufällig ist einer der Polizisten gerade an dem Mordtag im Urlaub. Er wählt diesen Kriminalisten namens Tschanz als Unterstützung für diesen Fall aus. Ohne das Wissen seines neuen Kollegen durchsucht er die Wohnung des Opfers und nimmt eine ihm interessant erscheinende Mappe mit. Die Mappe enthält Informationen über einen gewissen Herrn Gastmann, den der Ermordete anscheinend bespitzelt hatte. Diese Information behält Bärlach merkwürdiger-weise für sich. Für Bärlach  ist Gastmann nämlich ein alter Bekannter, dem er schon seit langem in seiner Laufbahn als Kriminalist immer wieder begegnet ist und ihm nie ein Verbrechen nachgewiesen hat, wie er es in einer Wette in seiner Jugend mit Gastmann abgemacht hatte. 

Schmied lenkt durch ein oft auftauchendes „G“ im Kalender des Toten die Spur auf Gastmann, der auf einem abgelegenen Feld eine kleine Villa besitzt. Auffälligerweise wird Gastmann an den Tagen, an denen ein „G“ in Schmieds Kalender steht, immer von sehr reiche Leuten besucht. Bei einer Inspizierung des Hauses wird Bärlach von einem großen Hund angefallen. Tschanz kommt ihm zu Hilfe und erschießt das Ungetüm. Durch das Erschießen des Hundes machen die Kommissare Bekanntschaft mit dem Anwalt von Gastmann, Nationalrat von Schwendi. Von Schwendi lässt die Kriminalisten nicht an seinen Klienten heran und beantwortet jede mögliche Frage im Namen des Klienten um eine Befragung zu vermeiden. Durch von Schwendi erfahren die Kommissare, was sich im Haus des Gastmanns abspielt. Regelmäßig treffen sich dort Künstler, Industrielle und  Mitglieder einer geheimnisvollen dritten Gruppe. Vermutlich handelt es sich um Politiker eines fremden Landes. Schmied gehörte zu dieser dritten Gruppe und war dort als Doktor Prantl, ein Privatdozent für amerikanische Kulturgeschichte aus München, bekannt.

Eines Tages steigt Gastmann in Bärlachs Haus ein und entnimmt die Unterlagen über ihn, die Bärlach von Schmied hatte.
Durch die Obduktion des Hundes kann Bärlach die Kugel mit der Kugel des Toten vergleichen. Für ihn steht fest, dass Tschanz aus Habgier und Eifersucht Ulrich Schmied ermordet hat. Jedoch behält er diese Erkenntnis für sich. Er ist verbittert, dass er Gastmann nie einen Mord nachweisen konnte. Als er von seinem Arzt erfährt, dass er nur noch ein Jahr zu leben hat, setzt er sich als Ziel Gastmann endlich einen Mord nachzuweisen, auch wenn er diesen gar nicht begangen hat.
Da Tschanz sich von den Untersuchungen Bärlachs immer mehr in die Enge gedrängt fühlt und Angst bekommt als Mörder entlarvt zu werden, erschießt er Gastmann und seine zwei Diener.

Im Hause Gastmann findet man die Mappe von Schmied und weist so Gastmann fälschlicher- weise den Mord nach. Bärlach hat also sein Lebensziel erreicht und die Wette gewonnen. Nun wartet er auf die Operation, die sein Leben noch um ein Jahr verlängern soll.
Bärlach weihe Tschanz in sein Wissen ein und fordert ihn auf das Land zu verlassen.  

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