Jurek Becker – Biographie
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Jurek Becker Biographie
Jurek Becker (1937-1997) wurde als Jerzy Becker im polnischen Lodz geboren. Er
entstammte einer jüdischen Familie, mit der er 1940 in das von den deutschen Besatzern eingerichtete Ghetto ziehen musste. 1944 wurde er von seinem Vater
getrennt und zusammen mit seiner Mutter in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück deportiert.
Die Mutter starb an Unterernährung, Becker selbst überlebte nur knapp. Zusammen mit dem Vater, der ins Lager Auschwitz verschleppt worden war, zog er nach Ostberlin. Dort lernte Becker deutsch und wurde zu einem überzeugten Sozialisten. 1957 nahm er ein Philosophiestudium an der Berliner Humboldt-Universität auf, doch schon bald musste er die Hochschule verlassen, weil er die offizielle Parteilinie kritisiert hatte. In der Folgezeit wurde Becker von der Staatssicherheit überwacht.
1969 machte ihn der Erfolg seines Romans "Jakob der Lügner" mit einem Schlag berühmt, doch eckte er in der DDR bald erneut an, da er die Ausbürgerung Wolf Biermanns offen kritisierte. Er wurde von der SED ausgeschlossen und siedelte nach Westberlin über.
In den folgenden Jahren hielt er Vorlesungen in Amerika, schrieb Romande wie "Bronsteins Kinder" und "Amada herzlos" und verfasste mehr als vierzig Drehbücher für die ARD-Serie "Liebling Kreuzberg".
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